Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Zossen Grausiger Fund: Katze hing tot im Zaun
Lokales Teltow-Fläming Zossen Grausiger Fund: Katze hing tot im Zaun
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:50 04.12.2019
Quelle: Friso Gentsch/dpa
Glienick

Vermutlich einem Unfall mit Todesfolge ist in der vergangenen Woche eine Katze am Werderschen Weg im Zossener Ortsteil Glienick zum Opfer gefallen. Die Zossener Polizei, die das Tier am vergangenen Wochenende barg, konnte keine Hinweise auf Tierquälerei feststellen.

Grausiger Fund

In der Nähe der ehemaligen Funkmesskontrollstelle der Deutschen Post in Glienick machte eine Spaziergängerin in der vergangenen Woche den grausigen Fund. Kopfüber hing eine wohlgenährte, aber inzwischen tote Katze an einem Wildzaun. „Das Tier hing mit der Pfote in einem Stück Draht fest, das um das Bein gewickelt war. Dabei war der Draht so gewickelt, so dass ich davon ausgegangen bin, dass es sich um Tierquälerei handeln muss“, sagte die Spaziergängerin gegenüber der MAZ.

Die Tierarztfachangestellte, die ihren Namen nicht in der Zeitung sehen will, informierte umgehend die Polizei in Zossen. Die nahm sich noch am gleichen Tag der unschönen Sache an. „Der Kadaver wurde von den Beamten abgenommen und entsorgt“, erklärte auf Nachfrage die Pressestelle der Polizei.

Allerdings, so hieß es weiter, seien die Beamten nach „Würdigung der Umstände vor Ort zu dem Schluss gekommen, dass es in diesem Fall keine Anzeichen für ein absichtlich motiviertes Handeln durch einen Menschen gab.“ Heißt auf gut deutsch: Nach Ansicht der Polizei war keine Tierquälerei im Spiel, die Katze soll sich im Zaun verfangen haben.

Keine Belege für Tierquälerei

Überrascht von den Nachforschungen der MAZ zeigten sich sowohl das Zossener Tierheim als auch das Ordnungsamt der Stadt Zossen. So gingen Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Meldung vom Fundort der Katze am Mittwoch noch einmal nach. Und nachdem sie sich selbst noch einmal am Werderschen Weg in Glienick umgesehen hatten, konnten sie lediglich bestätigen, dass die Polizei bereits am Sonntag den Kadaver entfernt hatte. Einen Hinweis auf Tierquälerei habe die Polizei aber nicht gefunden.

Auch gebe es in der Umgebung des Funkturms oder in Glienick keine Häufung entsprechender Vorfälle, sagte der Sprecher der Stadt Zossen, Fred Hasselmann, „aufgrund derer man zu dem Schluss kommen könnte, dass hier öfters Tierquälerei vorkommt.“ Zwar werde in der unmittelbaren Umgebung des Turmes oft und gern illegal Müll entsorgt, getötete oder misshandelte Tiere seien dort bisher aber nicht gefunden worden.

Das bestätigte letztlich auch die Aktion Tier Zossen, der Trägerverein des Tierheimes in der Stadt. „Das Gerücht über einen Fall von Tierquälerei ist hier bei uns auch angekommen“, sagte eine Mitarbeiterin des Tierheimes. „Etwas Konkretes dazu können wir aber auch nicht sagen.“

Von Udo Böhlefeld

Mehrere Millionen Euro sind schon von der EU nach TF geflossen. Nun wartet auf Projekte in der ländlichen Region rund um die Fläming-Skate eine neue Chance. Doch sie könnte die letzte sein. Stichtag ist der 15. März 2020.

03.12.2019

Mehrere Millionen Euro sind schon von der EU nach Teltow-Fläming geflossen. Nun wartet auf Projekte in der ländlichen Region rund um die Fläming-Skate eine neue Chance. Doch sie könnte die letzte sein. Stichtag ist der 15. März 2020.

03.12.2019

Zusammenstoß auf der Bundesstraße: Ein Wolf verendete am Freitagabend auf der B 101 bei Woltersdorf nach einer Kollision mit einem Toyota. Am Fahrzeug entstand Sachschaden. Ein Wolfsbeauftragter des Landes wurde durch die Polizei von dem Unfall informiert. Er übernahm das überfahrene Raubtier.

01.12.2019