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Zossen Schwendy plant neue Halle für erweitertes Lager
Lokales Teltow-Fläming Zossen Schwendy plant neue Halle für erweitertes Lager
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18:27 26.10.2019
Mittels Lasergravur werden Schreibgeräte individualisiert. Quelle: Gerald Bornschein
Zossen

In vierter Generation führen Anke und Michael Schwendy das Geschäft, das ihr Urgroßvater vor 125 Jahren in Zossen als Buchbinderei gründete. Heute ist die Schwendy GmbH einer der größten Büro- und Schreibwarenausstatter im Land Brandenburg. Auch wenn man nach außen vor allem die beiden Schreibwarengeschäfte in Zossen und Ludwigsfelde sieht, beträgt deren Anteil am Gesamtumsatz nur noch etwa acht Prozent.

Der Haupterlös wird inzwischen mit dem Ausschreibungsgeschäft und dem Onlinehandel erzielt. Fast alle Landesbehörden in Brandenburg sowie weitere in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden von Schwendy beliefert, dazu kommen mehrere Hochschulen. Insgesamt macht das 90 Prozent des Streckenumsatzes aus, der Rest geht an mittelständische Unternehmen.

Warenwirtschaftsprogramm selbst geschrieben

Das Warenwirtschaftsprogramm dafür hat Michael Schwendy als Abschlussarbeit seines Betriebswirtschaftsstudium selbst geschrieben. Auch die Online-Plattformen, die für die Behörden individuell angepasst werden, programmiert er teilweise selbst. Gemeinsam mit seiner Schwester Anke Schwendy hat er das Unternehmen 2010 von den Eltern übernommen. Die arbeiten aber noch mit: Mutter Monika Schwendy leitet die beiden Läden, Vater Dieter Schwendy kümmert sich vorwiegend um den Einkauf.

Michael Schwendy (links) und Anke Schwendy (rechts) leiten das Familienunternehmen Quelle: Gerald Bornschein

Bis zu 2000 Sendungen verlassen täglich das Lager, durch den hohen Behördenanteil ballt sich das Geschäft am Jahresende. Das Lager selbst befindet sich derzeit beengt auf dem Hinterhof des Zossener Geschäfts. Doch im nächsten Jahr soll in Wünsdorf eine neue Halle mit 2.500 Quadratmetern Fläche entstehen. Das ist mehr als das Doppelte der heute verfügbaren, verwinkelten Räumlichkeiten. Das Lager ist bereits auf den Umzug eingestellt, etwa 13.500 Artikel lagern sortiert in neuen Boxen mit einem scanbaren Barcode. Der soll künftig durch die Mitarbeiter mit einer am Kopf befestigten Kamera ausgelesen werden, die alle erforderlichen Angaben direkt ins Sichtfeld projiziert.

Schreibgeräte werden individualisiert

Doch auch das Handwerk hat man bei Schwendy wiederentdeckt, etwa 400 Produkte – meist Schreibgeräte – können hier per Lasergravur oder Fräse individualisiert werden. Der Vertrieb erfolgt vor allem über Amazon, sogar für Händlerkollegen aus ganz Deutschland übernimmt man in Zossen entsprechende Aufträge.

Zu den insgesamt 30 Mitarbeitern gehören eine Kollegin, die bereits vor 40 Jahren im Betrieb gelernt hat, und aktuell ein Azubi im Lager. Mehr als die Hälfte der Belegschaft sind Frauen, auf familienfreundliche Arbeitszeiten wird Wert gelegt. Die Regelarbeitszeit geht von Montag bis Freitag, im Laden verlängert bis 18 Uhr und Samstag bis 13 Uhr. Einmal im Jahr wird ein gemeinsames Grillfest veranstaltet.

Von Gerald Bornschein

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