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Zossen Zossen wird 700 Jahre alt
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07:48 30.12.2019
Blick in die Geschichte in der Bunkerstadt Wünsdorf. Quelle: Promo
Zossen

Alt-Bürgermeisterin Michaela Schreiber hatte im jetzt ablaufenden Jahr noch alle Zossener dazu aufgerufen, sich mit Ideen an der Vorbereitung des Jubiläumsjahres 700 Jahre zu beteiligen. Der Heimatverein und der Verein „Bildung und Aufklärung Zossen“ (BAZ) haben nun wenige Tage vor Ende des alten Jahres ihr Programm herausgegeben.

Einheitsgemeinde Groß-Berlin

„Die Bildung der Einheitsgemeinde Großberlin 1920“ steht im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung mit Karl-Heinz Bannasch, dem Vorsitzenden der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau. Was Großberlin mit Zossen zu tun hat, welche Folgen die Entwicklung Großberlins insbesondere für die im Süden angrenzenden Landkreise hatte und noch hat, soll im Fokus des Vortrags stehen. Eröffnet wird die Veranstaltung und damit das Jubiläumsjahr von der neuen Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller (FDP). Die Vorsitzende des Heimatvereins „Alter Krug“, Karola Andrae, hofft auch auf einen Besuch der Landrätin Kornelia Welan (Linke). „Wir haben sie eingeladen, aber wir wissen noch nicht, ob sie kommt“, sagt Andrae.

Zehn Ortsteile und sechs Gemeindeteile

Vor 700 Jahren (1320) wurde Zossen als Sossen, Szosne beziehungsweise Zozne zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Besiedelt wurde das Gebiet um Zossen bereits in der Bronzezeit. Wie viele Ortschaften in Brandenburg ist Zossen ursprünglich eine slawische Gründung. So leitet sich vermutlich auch der Name von der slawischen Bezeichnung für Kiefer ab (sosny). Das spiegelt sich im Stadtwappen wider. Im Mittelalter war die aufstrebende Gemeinde Hauptort der Adelsherrschaft Zossen, 1546 verlieh Kurfürst Joachim II. dem Ort weitreichende Gerechtigkeiten und Privilegien.

Vorträge zum Jubiläum

18. Januar 2020, 15 Uhr, Gemeindesaal der Evangelischen Kirche, Kirchplatz 4: „Die Bildung der Einheitsgemeinde Großberlin 1920“. Vortrag von Karl-Heinz Bannasch, Vorsitzender der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau. Was hat Großberlin mit Zossen zu tun? Vielleicht mehr als Sie denken.

22. Februar 2020, 15 Uhr, Gemeindesaal der Evangelischen Kirche, Kirchplatz 4: „Hans Clauert - der märkische Eulenspiegel“. Vortrag der Historiker Evamaria Engel und Gerhard Engel. Hans Clauert lebte im 16. Jahrhundert und narrte seinesgleichen wie auch die Obrigkeit.

14. März 2020, 15 Uhr, Fachwerkhaus Kirchplatz 7: „Anna Amalia – Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach (1739 –1807)“. Vortrag des Historikers Steffen Rothen.

Der Anschluss an die Eisenbahn erfolgte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ab 1910 entstand zwischen Wünsdorf und Zossen das Militärgebiet, das später zur Bunkerstadt Wünsdorf ausgebaut und bis Mitte der 1990er Jahre militärisch genutzt wurde. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der Verwaltungsreform in der DDR wurde Zossen 1952 Kreisstadt des Kreises Zossen. Seit 1994 gehört Zossen zum Landkreis Teltow-Fläming, der nach der Wiedervereinigung gegründet wurde. Nach verschiedenen Gemeindegebietsreformen und Eingemeindungen besteht Zossen aus zehn Ortsteilen und sechs Gemeindeteilen, darunter Dabendorf, Glienick, Kallinchen, Nächst Neuendorf, Nunsdorf, Schöneiche und Wünsdorf.

Heimatverein und BAZ

Trotz vieler Wahlen und dementsprechender Verpflichtungen im vergangenen Jahr verhallte der Aufruf der Altbürgermeisterin nicht ungehört. Heimatverein und BAZ haben sich zusammengesetzt und ihr Programm eigens für das Jubiläumsjahr erarbeitet. „Wir hoffen aber, dass noch viele weitere Veranstaltungen hinzukommen“, so Karola Andrae. „Der Bürgermeister-Wahlkampf, der dazu geführt hat, dass in einer Reihe von Bereichen nicht viel geschehen ist, ist ja entschieden. Jetzt ist die neue Bürgermeisterin im Amt und kann im Januar dazu aufrufen, sich an den Feierlichkeiten und am Stadtfest zu beteiligen.“

Von Udo Böhlefeld

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