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Zossen Warum Schreiber abgewählt wurde
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20:20 02.09.2019
Immer feste druff: Schlagkräfti ist sie, aber auch bürgernah? Zossens Noch-Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) an ihrem Box-Sandsack im Büro. Quelle: Jutta Abromeit
Zossen

Damit hatte niemand gerechnet. Die Ära Schreiber in Zossen ist beendet. Der Kurs der streitbaren, klagefreudigen und schlagkräftigen (Box-Sack im Rathaus-Büro!) Bürgermeisterin fand keine Mehrheit mehr. Mehr als das: Bei 20 Prozent Rückstand auf eine wenig bekannte Herausforderin muss man von einem Abstrafen durch den Wähler sprechen. Motto: Alles, nur nicht Schreiber. Das ist bitter, doch hat die aktive Rathauschefin in ihren zweiten Amtszeiten dann eben doch nicht nur politische Kontrahenten, sondern auch so manchen Einwohner vor den Kopf gestoßen. Und so war vermutlich dies der Schlüsselsatz der Wahl: „Mir liegen vor allem Ihre Bedürfnisse am Herzen.“ Gerichtet war er an die Wähler, er stammt von Wiebke Schwarzweller, der neuen Bürgermeisterin.

Drei ungemütliche Wochen

Mit Klaus Rocher (FDP) strauchelt ein weiterer Amtsinhaber. Die erforderlichen 50 Prozent verpasste er zwar nur knapp, doch dürften die drei Wochen bis zur Stichwahl für ihn ungemütlich werden, denn in Rangsdorf soll Wechselstimmung erzeugt werden. Und das geht bekanntlich nur, wenn man dem Amtsinhaber Unzulänglichkeiten – beispielsweise fehlende Bürgernähe – ankreiden kann.

Zerrüttetes Verhältnis

Favoriten hatten es auch in Blankenfelde-Mahlow schwer. Anke Scholz (Linke) und Gerd Kalinka (Grüne) wurden abgehängt. Stattdessen setzte sich mit Michael Schwuchow (SPD) ein nicht so bekannter Kandidat an die Spitze. Und das mag genau daran gelegen haben – ihm als fast Unbekanntem wird wohl am ehesten zugetraut, das zerrüttete Verhältnis zwischen Gemeindevertretung und Rathaus zu kitten. Mal sehen, ob Andreas Buch (CDU) in der Stichwahl da gegenhalten kann.

Von Ekkehard Freytag

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