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Zossen Zossener Bürgermeisterin kritisiert Ludwigsfelder Gesamtschul-Pläne
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01:17 07.04.2019
Michaela Schreiber. Quelle: Stadt Zossen
Zossen

Scharfe Kritik an der möglichen zusätzlichen gymnasisalen Oberstufe in Ludwigsfelde hat die Zossner Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) geübt. Sie vermute einen „hinter den Kulissen vereinbarten Deal“ zwischen Ludwigsfeldes SPD-Rathauschef Andreas Igel und der ebenfalls der SPD angehörenden Bildungsministerin Britta Ernst, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Zossen vom Donnerstag. Wie könne es sonst sein, dass der Landkreis „trotz dargelegter kritischer Einschätzung der realen Gefahren für andere Schulstandorte plötzlich zu einem völlig unlogischen, diametralen Fazit kommt“, so Schreiber laut der Pressemitteilung. Sie widerspreche ihrem Amtskollegen Igel, der erklärt hatte, die Ludwigsfelder Zahlen hätten überzeugt und es sei von keiner umliegenden Schule mehr eine Negativ-Stellungnahme gekommen. „Dem ist nicht so“, sagt Schreiber jetzt. Das habe sie bei der Bürgermeisterberatung am 5. März erklärt. Auch in einer schriftlichen Stellungnahme habe sie sich dazu geäußert und darauf verwiesen, dass die vom Landkreis selbst aufgestellten Zahlen und Einschätzungen mit einer Entscheidung zugunsten einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufen in Ludwigsfelde ad absurdum geführt werden und zudem negative Auswirkungen auf das Gymnasium und das Oberstufenzentrum (OSZ) in Ludwigsfelde sowie auf die Oberschulen in Großbeeren und Trebbin haben könnten.

Schreiber sieht auch Gefahren für Oberschulen Trebbin und Großbeeren

Zwar könne eine Standortgefährdung für die Oberschulen in Trebbin und Großbeeren „nicht verbindlich prognostiziert“ werden, wohl aber hätten das persönliche Wahlverhalten zugunsten der geplanten Gesamtschule negative Auswirkungen sowohl auf das Gymnasium als auch das OSZ, so Schreiber. Sie appelliere an alle Kreistagsmitglieder und die Bürgermeister von Großbeeren und Trebbin sich nicht zuletzt zum Schutz ihrer eigenen Bildungseinrichtungen den Teiländerungsentwurf des Schulentwicklungsplans noch einmal genauer anzusehen.

Ludwigsfelde weist Kritik zurück

Die Stadt Ludwigsfelde widerspricht der Kritik von Schreiber und verweist auf das Protokoll der Bürgermeisterberatung. Darin habe Schreiber ausdrücklich festhalten lassen, dass der Landkreis derzeit davon ausgeht, dass alle derzeit bestehenden weiterführenden Schulen Bestand haben. Außerdem habe sie gesagt, dass kurz- bis mittelfristig Kapazitäten in der Sekundarstufe I, also den Klassen 7 bis 9 fehlen. Großbeerens Bürgermeister Tobias Borstel erwartet laut dem Protokoll 40 Prozent mehr Einwohner in seiner Gemeinde in den nächsten acht Jahren, damit reichten die Schulkapazitäten nicht aus. Zudem pendelten derzeit allein 130 Oberstufenschüler in die Nachbarkreise, die sollten zurückgewonnen werden.

Darüber hinaus habe die Stadt in ihrem Konzept dargelegt, dass die vorhandenen Kapazitäten an Gymnasium und zukünftiger Gesamtschule allein durch Ludwigsfelder Schüler belegt werden können. Außerdem hätten Eltern in einer Petition einen zweiten Gesamtschulstandort im Kreis gefordert.

Von Carsten Schäfer

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