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Teltow-Fläming Zuwachs im Gewerbegebiet Envopark
Lokales Teltow-Fläming Zuwachs im Gewerbegebiet Envopark
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05:14 08.09.2017
Envopark-Geschäftsführer Mark-Oliver Maigré erweitert das Gewerbegebiet um zwei weitere Hallen. Quelle: Foto: Christian Zielke
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Dahlewitz

Bauarbeiter, Bagger, Beton – im Gewerbegebiet Eschenweg Nord in Dahlewitz ist das kein ungewöhnlicher Anblick. Vor kurzem haben die Arbeiten für die dritte Erweiterung des Envoparks begonnen. Gegenüber der vier bisherigen Hallen entstehen zwei neue Hallen für kleine und mittelgroße Unternehmen. In diesen Tagen gießen Bauarbeiter die Bodenplatten, danach werden die Wände in die Höhe schießen.

Anfang kommenden Jahres sollen die Hallen fünf und sechs fertig sein. Ein Großteil der zusammen rund 3400 Quadratmeter großen Fläche ist bereits vermietet. „Wir sind zuversichtlich, dass der Rest auch bald Interessenten findet“, sagt Envopark-Geschäftsführer Mark-Oliver Maigré. Eine der Hallen ist speziell für die Bedürfnisse von Lebensmittel verarbeitenden Unternehmen gebaut. In der anderen Halle mietet sich ein Unternehmen aus Taiwan ein, das Möbel aus recyceltem Plastik herstellt, eine andere Fläche hat sich ein Online-Händler gesichert.

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Halle 7 und 8 sind bereits genehmigt

Neben den beiden im Bau befindlichen hallen sollen zwei weitere entstehen. Vor kurzem hat Mark-Oliver Maigré die Baugenehmigung erhalten. Halle sieben und acht sollen noch einmal jeweils rund 2000 Quadratmeter Fläche bieten. „Sobald wir Mieter haben, fangen wir an zu bauen“, sagt der 38-Jährige. Allzu lange wird es vermutlich nicht dauern, denn die Nachfrage nach Gewerbeflächen im südlichen Berliner Umland ist groß. Envopark besetzt geschickt eine Nische. Während die meisten Gewerbegebiete große Kunden bevorzugen, die gleich mehrere tausend Quadratmeter benötigen, bedient der Envopark Wünsche nach wenigen hundert Quadratmetern. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen schätzen das Angebot, entsprechend bunt ist die Mieterschaft. Hinter einem Tor werden Autos repariert, nebenan bietet eine Firma Whirlpools an. In einer anderen Halle gibt es alles für Golfspieler, ein paar Meter weiter hat sich ein Eiergroßhandel eingemietet. Sogar der Bezahlfernsehsender Sky ist vertreten.

Leerstand kennt Mark-Oliver Maigré nicht. Selbst wenn ein Mieter auszieht, bleibt die Fläche nicht lange leer. Das liege zum einen an der verkehrsgünstigen Lage zwischen Autobahn und B96, aber auch an den niedrigen Nebenkosten. Das liegt an dem modernen Energiekonzept samt Blockheizkraftwerk, Photovoltaik und LED-Beleuchtung. Auf dem Hof gibt es eine Tankstelle für Elektroautos. Das ist günstig für die Umwelt, der jährlich 57 Tonnen CO2 erspart bleiben, und für die Mieter. Die monatlichen Nebenkosten liegen bei einem Euro pro Quadratmeter.

Envopark soll künftig auch Strom erzeugen

In Zukunft möchte Mark-Oliver Maigré seinem Traum von einem energieautarken Gewerbegebiet noch näher kommen. Der Unternehmer plant zusammen mit einem Unternehmen aus der Solarbranche, die Hallendächer komplett mit Solarzellen auszurüsten. Die Anlage soll dann zweimal 715 Kilowatt Leistung erzeugen – genug, um den Strombedarf der Mieter zu decken und um zusätzliche Energie ins Stromnetz einzuspeisen. „Wir sind gerade bei der Projektierung“, sagt Maigré.

Zahlenmäßig liegt der Envopark ebenfalls auf Wachstumskurs. Stolz verkündet Mark-Oliver Maigré, dass man im zweiten Quartal des Jahres den Umsatz um 50 000 Euro steigern konnte. Das liege vor allem an den höheren Mieteinnahmen. Insgesamt hat der Unternehmer seit 2015 mehr als zehn Millionen Euro in Dahlewitz investiert.

Von Christian Zielke