Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Zweirad-Kult in Ludwigsfelde
Lokales Teltow-Fläming Zweirad-Kult in Ludwigsfelde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
19:06 24.08.2014
„Wie viele Normteile sind in der Flasche“, fragte Starter Ingo Both (r.) vor dem Geschicklichkeitsfahren. Quelle: Jutta Abromeit
Anzeige
Ludwigsfelde

Für Jens-Uwe Reisch sind die in Ludwigsfelde gebauten Roller Kult. Und „Berlin“ ist von den vier Typen „der Schönste, den es gibt, da kommt auch kein italienisches Fabrikat mit“. Genau darüber allerdings stritten Gäste und Fahrer in den vergangenen drei Tagen, sowohl auf der Festwiese als auch auf dem Rathausplatz oder im Klubhaus. Für viele gibt es da keine Frage– „Pitty ist der Schönste“, „diese Rundung, die Form, das ist einfach nicht zu toppen“, war da zu hören.

Am Wochenende haben sich hunderte Rollerfans in Ludwigsfelde getroffen. Die MAZ war dabei und hat einige Augenblicke und natürlich in der Bildergalerie für Sie festgehalten.

Nicht zu toppen war auch das Wetter: Statt angesagter Regenstunden gingen die Ausfahrten der Roller-Liebhaber nach Dobbrikow und durch die Stadt im Trockenen ab. Das genossen sie alle– die „Rolleropas aus dem Erzgebirge“, die Männer und Frauen vom Verein „Stadtroller Berlin“ oder die vielen, vielen Einzelgäste, ob aus der Schweiz, von der Insel Rügen oder sonstwoher. Lutz Riedel aus Borna bei Leipzig stand durchgestylt bis zum Anhänger auf dem Rathausplatz. Allerdings mit einem kleinen „Fehler“ in der Optik: der falsche Anhang. „Die Campi-Anhänger kann man nicht mehr bezahlen, die sind inzwischen teurer als die Roller selbst“, erklärte er, deshalb sein Motto: „Wenn nicht original, dann originell.“ Er arbeitete einen alten polnischen Hänger auf und spritzte ihn in den Original-Rollerfarben Schwarz und Alabaster.

Anzeige

Standing Ovations im Klubhaus

Standing Ovations gab es abends im Klubhaus für die Wiederaufführung des Pitty-Liedes von 1955. Drei Mal mussten Solist Rainer Keck, die Kinder vom Chor der Grimm-Grundschule sowie Uwe Zimmer und Silvio Koberstein die extra kreierte Fassung im vollen Saal vortragen. Von dem Lied hatte „Rollervater“ Manfred Blumenthal aus Großbeeren ganze 20CDs pressen lassen wollen, wie Museumsleiterin Ines Krause verriet. Das hätte nicht gereicht, allein Samstagabend wurden mehr als 90 davon verkauft. Die Museumsleiterin als „Cheforganisatorin“ des Treffens bekam Sonderapplaus, als Schirmherr und Verleger Hennes Schulz ihre Verdienste würdigte. Krause erhielt zudem dank mühevoller Internet-Puzzlearbeit der Fan-Gemeinde ein originalgroßes Motorroller-Schnittmodell. Das brachte sie gestern früh ins Museum. So konnten Besucher es dort umgehend zum Fachsimpeln umlagern.

Unter den Festwiesen-Besuchern am Sonnabend waren auch Ralf Pollnau und sein fünfjähriger Sohn Fynn. Beiden machte die Fan-Gemeinde Spaß. Pollnau hatte in der Werkstatt Musiol selbst etliche Oldtimer mit restauriert. Der Sohn auf seinem Kickroller blickte skeptisch auf die Riesenschar behelmter Leute mit den Knatterbüchsen: „Ich find’ meinen Roller besser, der ist nicht so laut.“
Von Jutta Abromeit

Teltow-Fläming Neue Künstler und mehr Fläche beim Graffiti-Open-Air in Ludwigsfelde - Ein Blumenladen unter der Eisenbahn
24.08.2014
Teltow-Fläming Historische Siegesfest von Großbeeren ist ein Zuschauermagnet - Geschichte zum Anfassen
21.03.2018
Teltow-Fläming Tag der offenen Gärte - Bunt und üppig
24.08.2014
Anzeige