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Lokales Tödlicher Motorradunfall
Lokales Tödlicher Motorradunfall
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18:30 14.08.2017
Der Ahrensdorfer Ortsvorsteher Stefan Scheddin fordert seit Jahren Konsequenzen für Motorradfahrer, die zu schnell und zu laut sind. Quelle: Foto: Hahn
Ahrensdorf

Wieder einmal gab es einen tödlichen Verkehrsunfall auf der berüchtigten Raserstrecke. Ein 20-jähriger Motorradfahrer aus Berlin ist am Sonntagabend auf der Ortsverbindungsstraße von Hennickendorf nach Ahrensdorf gestorben. Der junge Mann kam aus Richtung Hennickendorf. „Beim Durchfahren einer Linkskurve verlor er die Kontrolle über seine Yamaha und kam nach rechts von der Straße ab“, schildert Polizeisprecher Axel Schugardt den Unfallhergang. Am Fahrbahnrand durchbrach er einen Maschendrahtzaun, stieß gegen mehrere Äste umliegender Bäume und rutschte mitsamt seines Motorrades in einen angrenzenden Entwässerungsgraben.

Hier an der kleinen Brücke zwischen Hennickendorf und Ahrensdorf ist der Motorradfahrer in den Graben gestürzt. Quelle: Margrit Hahn

Eine Fußgängerin fand den leblosen Motorradfahrer später in dem Entwässerungsgraben – er soll kopfüber im Wasser gelegen haben – und verständigte die Einsatzkräfte. Das Opfer wurde von der Feuerwehr aus dem Wasser geborgen. Rettungskräfte versuchten noch, den Mann zu reanimieren – jedoch erfolglos.

„Unser Appell richtet sich seit Jahren an die Motorradfahrer“, sagt der Ahrensdorfer Ortsvorsteher Stefan Scheddin, „wir bitten sie, sich im Interesse der Bürger an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten zu halten und auf die Bewohner Rücksicht zu nehmen.“ Seiner Ansicht nach ist es auch für die Feuerwehrleute in Hennickendorf und Ahrensdorf eine große Belastung, ständig zu Motorradunfällen gerufen zu werden. Er meidet mit seinen Kindern den Radweg von Ahrensdorf nach Hennickendorf. Der ist ihm viel zu gefährlich, da dort regelrechte Rennen gefahren werden.

Videos auf Youtube zeigen, dass dort statt der erlaubten 50 km/h mehr als 140 km/h gefahren werden. Die Polizei hat kaum eine Chance, gegen Raser vorzugehen. Sind Beamte in Sicht, warnen sich die Motorradfahrer gegenseitig. Ist die Polizei verschwunden, geben sie wieder Gas.

Längst wird die Polizei bei vielen Motorradunfällen gar nicht mehr verständigt. „Man kann immer wieder beobachten, dass nach einem Unfall die Kräder schnell von der Straße geräumt und die umherliegenden Teile eingesammelt werden. Dadurch geht bei der Polizei auch nur ein Bruchteil der Motorradunfälle ein.

In den vergangen Jahren gab es immer wieder Forderungen von Politikern, die ein generelles Fahrverbot für Motorräder forderten. Dies wurde allerdings abgelehnt. „Es kann doch nicht sein, dass hier jedes Jahr junge Menschen ihr Leben verlieren. Es muss doch endlich etwas passieren“, fordert Stefan Scheddin. Es gehe nicht nur um die Unfälle. Viele Einwohner sowohl in Hennickendorf als auch in Ahrensdorf fühlen sich vom weithin dröhnenden Motorradlärm belästigt. Auch Löwendorfer wie Christa Steinhaus sind betroffen und haben sich schon mehrfach beschwert.

In Ahrensdorf wurde zu Beginn der Saison ein Schild aufgestellt mit der Aufschrift ,Laut ist out“. Damit will man nett aber bestimmt auf die stetige Lärmbelästigung hinweisen.

Von Margrit Hahn

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