Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Lokales Ufos, Hubschrauberlandeplatz & Co.
Lokales Ufos, Hubschrauberlandeplatz & Co.
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:13 19.07.2017
Die Woltersdorfer haben ein Feuerwehrhaus mit Hubschrauberlandeplatz, Einsatzleitzentrale, Fahrzeughalle und  Ruheräume gebaut
Die Woltersdorfer haben ein Feuerwehrhaus mit Hubschrauberlandeplatz, Einsatzleitzentrale, Fahrzeughalle und Ruheräume gebaut Quelle: Foto: Margrit Hahn
Anzeige
Ruhlsdorf

So könnten sie also aussehen – die Feuerwehrhäuser der Zukunft. Fünf Kinder- und Jugendfeuerwehren der Gemeinde Nuthe-Urstromtal haben sich am Wettbewerb der örtlichen Feuerwehr beteiligt und ihre Modelle einer sechsköpfige Jury präsentiert. Die jungen Konstrukteure haben sich was einfallen lassen. Sie bauten Häuser mit Hubschrauberlandeplätzen, Solardächern und einer begrünten Dachterrasse.

Aufgerufen zu diesem Wettbewerb hatte Martin Volkmann. Dem kommissarischen Wehrführer in Felgentreu liegt die Jugendarbeit sehr am Herzen. Deshalb sucht er immer nach neuen Ideen. Da in den Wintermonaten oftmals nur theoretische Ausbildung auf dem Programm steht, rief er das „Feuerwehrhaus der Zukunft“ ins Leben. In Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke) hatte er sofort eine Befürworterin. Für die Bewertung suchte sie sich hochkarätige Partner, unter anderem den Architekten Christoph Arnold sowie Markus Blümner vom Luckenwalder Planungsbüro Redeker Consult und den Gemeindebrandmeister Bernd Wendlandt. Bewertet wurden verschiedene Kategorien wie Aussehen, Funktion, Ausführung, Vortrag zum Objekt, technische Ausstattung, der Zukunftsaspekt sowie die Gestaltung der Außenanlagen.

„Wir haben uns zum Anfang die wildesten Gedanken gemacht, mit Ufos, einer schwebenden Feuerwehr und einem schwebenden Gebäude“, erzählt der 14-jährige Ole Stätter aus Felgentreu. Doch dann haben sie sich gemeinsam auf ein ökonomisch und ökologisches Konzept geeinigt. Das Feuerwehrhaus soll zugleich eine Art Begegnungsstätte sein. Dafür wurde das Dach des Gebäudes begrünt und mit einem Basketballplatz ausgestattet.

Die Dobbrikower präsentierten nicht nur ein tolles Modell mit Fluglandebahn, Windrädern, Bowlingbahn und Schwimmbecken. Auch der Vortrag der elfjährigen Toni Knospe begeisterte die Jury. Insgesamt neun Kinder und Jugendliche hatten in Dobbrikow am Feuerwehrhaus der Zukunft mitgemischt und knapp 40 Arbeitsstunden investiert bis alles fertig war. Selbst an eine Beamerpräsentation und an Arbeitsmappen für die Jurymitglieder hatten sie gedacht. In Jänickendorf hatten die sieben- bis 14-Jährigen keine Hilfe von Erwachsenen in Anspruch genommen. „Während des Baus haben sie noch die unterschiedlichsten Ideen verwirklicht. Zuerst bastelten sie das Hauptgebäude gebastelt, das mit gelber Wasserfarbe angestrichen wurde. Der Schlauchturm gehört für die jungen Feuerwehrleute unbedingt dazu. So können die benutzten Schläuche gleich vor Ort gewaschen werden. Eine Turnhalle war ihnen ebenfalls wichtig, schließlich müssen Feuerwehrleute fit sein. Auch die Hennickendorfer und Woltersdorfer waren dem Wettbewerbsaufruf gefolgt. Die Hennickendorfer hatten zu tun, ihr Modell überhaupt durch die Tür des Sitzungsraumes zu bekommen. „Wir sind begeistert von euern Idee. Behandelt eure Modelle pfleglich, denn wir wollen sie gern zum Kreiserntefest den Besuchern in einer Ausstellung zeigen“, sagte Gemeindebrandmeister Bernd Wendland. Wer welchen Platz belegt hat, wurde noch nicht verraten. Die Siegerehrung erfolgt am 13. September anlässlich des Pokallaufes.

Von Margrit Hahn

13.07.2017
13.07.2017
12.07.2017