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Lokales Zeichnungen vom Stalag IIIA
Lokales Zeichnungen vom Stalag IIIA
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15:28 04.08.2017
Der Luckenwalder Museumsleiter Roman Schmidt zeigt das norwegische Buch, in dem sich mehr als 20 Seiten über Luckenwalde befinden. Bei der oberen Zeichnung handelt es sich um eine Ansicht von Luckenwalde. Unten zeigt ein Zeltlager im Stalag III A. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Voller Stolz zeigt Museumsleiter Roman Schmidt seine neueste Errungenschaft. Er ersteigerte bei e-bay ein norwegisches Buch mit Zeichnungen aus verschiedenen Kriegsgefangenenlagern. „Ich habe sozusagen die Katze im Sack gekauft“, verrät der Chef des Luckenwalder Heimatmuseums. Er wusste zwar, dass sich in diesem Buch auch Zeichnungen vom Luckenwalder Stalag III A befinden würden. Aber nicht, ob es sich um eine oder mehrere Zeichnungen handelt. Oft kann er bei Angeboten im Internet nicht mithalten, da gehen die Summen so in die Höhe, dass ihm schwindlig wird. In diesem Fall war es ein Festgebot für 59 Dollar. „Dass muss in dem Augenblick grad reingestellt worden sein“, sagt Schmidt, der nicht lange überlegte und gleich kaufte. Wenige Tage später hielt er das 80-Seiten- Buch in der Hand. Darin befinden sich Zeichnungen aus der Krieggefangenenzeit von 1942 bis 1945. Bereits 1946 erschien das Buch in kleiner Auflage in Norwegen. Mehr als 20 Seiten davon sind im Luckenwalder Stammlager entstanden. Herausgegeben wurde es vom Norweger Hermann Willoch. In seinem Vorwort schreibt er, dass er damit vor dem Vergessen bewahren will. „Wir haben ja etliche Fotos und Zeichnungen aber nicht zusammengefasst in einem Buch“, berichtet Roman Schmidt.

Obwohl im Stammlager in Luckenwalde vorwiegend Soldaten und Unteroffiziere untergebracht waren, weiß man, dass auch Offiziere einige Zeit in Luckenwalde ihr Domizil hatten. Finn Davidsen hat einen von ihnen porträtiert. Seine Zeichnung befindet sich in diesem Buch. Auch vom Leben in der Kaserne bekommt man einen Eindruck. Von der russische Kapelle, die sich einst im Stalag III A befand, besitzt Roman Schmidt zwar Fotos aber keine so detailgetreue Bleistiftzeichnung. Auch Luckenwalder Ansichten, wie die von Thorbjorn Naug, sind im Buch veröffentlicht; ebenso wie eine Anleitung, wie aus einer Pfeife ein Radio hergestellt werden kann. Der künstlerische Wert ist für Roman Schmidt dabei eher zweitrangig. Ihm geht es darum, mehr über das Lager zu erfahren. „Dass Buch ist ein echter Knaller, vor allem zu diesem Hammerpreis“, freut sich Schmidt. „Wir müssen sehen, wie wir das norwegische Buch am besten präsentieren. Wenn man es aufschlägt , sieht man ja höchstens zwei Seiten. Wir können die Museumsbesucher aber auch nicht darin blättern lassen.“, so Schmidt. Das Buch im Pappe-Leinen-Einband ist sehr gut erhalten. und würde gut in den Stalag-Ausstellungsraum passen.

Vor einiger Zeit wurde bei ebay ein Fotoalbum vom Stalag III angeboten. Die Aufnahmen stammten von Amateuren, trotzdem hätte der Museumsleiter sie gern gehabt. „Doch es hat nicht geklappt. Uns stehen ja nur beschränkt Mittel zur Verfügung“, fügt er hinzu.

Vieles, was sich im Ausstellungsraum zum Stalag III A befindet, wurde dem Museum geschenkt. Man könnte meinen, dass es kaum noch etwas Neues gibt. Doch das norwegische Buch ist der beste Beweis dafür, dass man auch nach mehr als 70 Jahren noch Erinnerungsstücke finden kann. .

Von Margrit Hahn

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