Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Bauen & Wohnen Wohnungsgröße: Was tun, wenn die Miete falsch berechnet wird?
Mehr Bauen & Wohnen Wohnungsgröße: Was tun, wenn die Miete falsch berechnet wird?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:30 09.09.2019
Nachmessen lohnt sich: Einige Vermieter berechnen die Wohnungsgröße falsch. Quelle: dpa-tmn

Ist die Wohnung deutlich kleiner als angegeben, kann die Miete gemindert werden. Die Fläche kann statt nach geltendem Recht auch nach ortsüblichen Methoden berechnet werden. Eine solche Verkehrssitte ist aber nicht schon dann der Fall, wenn viele Vermieter Größen falsch berechnen, erklärt der Berliner Mieterverein. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.

Lesen Sie auch: Mietrecht: Diese Rechte haben Mieter gegenüber dem Vermieter

Wohnung zehn Quadratmeter kleiner als angegeben - Mieter klagt

Geklagt hatte ein Berliner Mieter, der eine Mieterhöhung für überzogen hielt. Im Mietvertrag war eine Wohnungsgröße von 94,48 Quadratmetern angegeben. Ein Sachverständiger berücksichtigte für sein Gutachten den Balkon nach der Wohnflächenverordnung mit einem Viertel der Grundfläche und ermittelte so eine Fläche von 84,01 Quadratmetern. Damit war die Wohnung rund elf Prozent kleiner als laut Mietvertrag. Der Vermieter verlangte dagegen, die Fläche des Balkons zur Hälfte zu berücksichtigen. Dann wäre die Minderung knapp an der erforderlichen Größenabweichung von zehn Prozent gescheitert, so der Mieterverein.

Umfrage in Berlin: Viele Vermieter berechnen Balkonflächen falsch

Grundsätzlich ist die Wohnfläche im Wohnraummietrecht dem BGH zufolge auch bei frei finanziertem Wohnraum so auszulegen, wie es die Bestimmungen für preisgebundenen Wohnraum vorsehen, die galten, als der Mietvertrag geschlossen wurde. Im Einzelfall kann anderes gelten, wenn Mieter und Vermieter entweder den Begriff anders verstehen, ein anderer Berechnungsmodus nach der Art der Wohnung naheliegender oder vor Ort üblich ist.

Dafür reicht allerdings nicht aus, dass ein großer Teil der Vermieter in der Gegend ein Regelwerk falsch anwendet oder mit anderen Bestimmungen vermischt, entschieden die Richter. Eine Umfrage hatte ergeben, dass viele Vermieter in Berlin Balkonflächen falsch berechneten. Stattdessen muss ein Regelwerk insgesamt angewendet werden - und nicht nur Bestimmungen vermischt werden.

Auch interessant: Kleinere Bleibe gesucht: Ohne Vermieter platzt der Tausch

Seit dem 1. Januar 2004 regelt die Wohnflächenverordnung für ganz Deutschland, wie geförderte Mietwohnflächen berechnet werden. Bei Mietverträgen, die vor dem 1. Januar 2004 geschlossen wurden, gilt dagegen die II. Berechnungsverordnung, die Balkonflächen zur Hälfte berücksichtigt, erklärt der Berliner Mieterverein. Im Zweifel kann sich so das Nachrechnen lohnen.

Von RND/dpa

Vermieter, die bezahlbare Mietwohnungen schaffen, können für vier Jahre Sonderabschreibungen geltend machen. Investoren müssen dabei Kostengrenzen beachten - gerade bei Nutzung durch die Familie.

09.09.2019

Die Quitte gehört zu den ältesten Obstarten, ist heute jedoch nahezu in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht: Die Bäume sind pflegeleicht, die Frucht lässt sich vielseitig verwenden.

06.09.2019

Ende September müssen sich Hobbygärtner um ihre Obstbäume kümmern. Sonst haben sie im nächsten Gartenjahr ein Problem mit ihrer Ernte. Dann könnten sich die gefräßigen Raupen des Frostspanners im Frühjahr über Blätter und junge Früchte hermachen.

05.09.2019