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Aktuelles Speisekarte mit Ahornblättern und Krebsen aus Stadtgewässern
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13:23 18.10.2019
Der rote amerikanische Sumpfkrebs ist in Berlin eingewandert. Bei der «Berlin Food Week» kommt er in den Kochtopf. Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin

Aus Berliner Ahornblättern wird Alkohol, aus den eingewanderten Sumpfkrebsen zaubern Köche einen Fond: In Berlin spitzen Küchenchefs und Lebensmittelhersteller den Trend zu regionalem Essen ungewöhnlich scharf zu - und zwar auf die Metropole als Herstellungsort.

Bisher versprach "regionale Produktion" meist, dass die Ware aus nahen Betrieben im ländlichen Umland stammt. Beim Gourmet-Treffen "

Berlin Food Week" (21. bis 27.10.) jedoch wird ein Menü serviert, bei dem alle Rohstoffe - außer Salz und Pfeffer - hauptstädtisch sein müssen. Motto: "Die Stadt isst sich auf". Damit pushen die Veranstalter eine Entwicklung, die die Lebensmittelexpertin Hanni Rützler in ihrem aktuellen "Food Report" als Schwerpunkt ausmacht: "Urban Food" heißt das internationale Stichwort. Grünen-Politikerin Renate Künast (63) lädt mit ein.

Rützler geht es nicht nur um Schrebergärten, Stadt-Imker und romantische Naturgefühle, sondern um Pilzfarmen "im Kühlschrank-Look" und "Urban Farming" mit modernster Energietechnik auf Dächern oder über mehrere Stockwerke in Hochhäusern ("Vertical Farming"). Ob in Shanghai, Wien oder an der Humboldt-Uni in Berlin, vielerorts werde geforscht und experimentiert. Bei der "Food Week" können zahlende Gäste den Trend geschmacklich vortesten.

dpa

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