Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Familie So erhalten Pflegende Rundum-Sozialversicherungsschutz
Mehr Familie So erhalten Pflegende Rundum-Sozialversicherungsschutz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:05 04.10.2019
Pflegende haben grundsätzlich Anspruch auf Arbeitslosen-, Renten- und Unfallversicherung. Quelle: Jens Kalaene/zb/dpa
Düsseldorf

Jemanden zu pflegen, kostet oft viel Zeit und Energie. Um die

soziale Absicherung sollten sich Pflegende da keine Sorgen machen müssen. Denn sie haben grundsätzlich Anspruch auf Arbeitslosen-, Renten- und Unfallversicherung.

Was sind aber die Voraussetzungen? Und wer zahlt? Damit der Pflegende Anspruch auf diesen Versicherungsschutz hat, muss der Pflegebedürftige mindestens Pflegegrad 2 haben und in einer häuslichen Umgebung leben, also etwa nicht in einem Heim. Darauf weisen die Verbraucherzentralen auf

ihrer Webseite hin. Außerdem darf die Pflegetätigkeit nicht bezahlt sein und muss für mindestens zehn Stunden pro Woche an wenigstens zwei Tagen erfolgen.

Unfallversicherungsschutz nur in bestimmten Fällen

Unfallversicherung: Wer einen Angehörigen oder andere Menschen pflegt, ist automatisch versichert. Ein Antrag ist nicht notwendig, die Beiträge werden von den Kommunen gezahlt. Sucht man nach einem Unfall einen Durchgangsarzt auf, wird der Vorfall direkt der Unfallkasse gemeldet. Diese übernimmt dann unter anderem Zuzahlungen zu Medikamenten und Hilfsmitteln.

Die Unfallversicherung greift dann, wenn dem Pflegenden ein Unfall passiert, sich eine mit der Tätigkeit verbundene Erkrankung zuzieht oder sich bei Erkrankungen des Pflegebedürftigen während der Pflege infiziert. Wegeunfälle gehören jedoch nur dann dazu, wenn der Pflegende unmittelbar unterwegs vom oder zum Pflegebedürftigen ist.

Laut der

Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gilt der Versicherungsschutz nicht bei außerhäuslichen Aktivitäten, die nicht im direkten Zusammenhang mit der Pflege oder Hilfe bei der Haushaltsführung stehen. Dazu gehört etwa ein Konzertbesuch.

Pflegekasse des Pflegebedürftigen zahlt Beiträge

Rentenversicherung: Zusätzlich zu den allgemeinen Voraussetzungen darf der Pflegende nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten. Sind die Bedingungen erfüllt, übernimmt die Pflegeversicherung des Pflegebedürftigen die entsprechenden Beiträge für den Pflegenden. Pflegt jemand mehrere Personen, werden die entsprechenden Zeiten zusammengerechnet. Auch hier besteht der

Versicherungsschutz gleich mit dem Beginn der Pflegetätigkeit - eine Anmeldung ist nicht nötig.

Arbeitslosenversicherung: Auch hier gelten die oben genannten allgemeinen Voraussetzungen. Zusätzlich muss der Pflegende vor der Pflegetätigkeit in der

Arbeitslosenversicherung versichert gewesen sein, etwa durch einen Job. Die Pflegekasse des Pflegebedürftigen zahlt die Beiträge für den Pflegenden.

dpa

Kompressionsstrümpfe sind heute nicht mehr so unbequem wie früher. Und das ist auch gut so. Denn wer Probleme mit den Venen hat, trägt sie am besten immer. Nur für die Nacht gibt es Alternativen.

02.10.2019

Rund 700.000 Menschen leben in Deutschlands Pflegeheimen - Tendenz steigend. Ob ein Heim seine Bewohner aber besser oder schlechter betreut, ist von außen nur schwer zu beurteilen. Nun sollen aussagekräftige Informationen bei der Heimsuche helfen.

01.10.2019

Wer kümmert sich ums Kochen, Waschen, Putzen und Einkaufen? Die Bewältigung des Haushalts spielt im Alltag von Paaren eine große Rolle. Immerhin scheinen drei Viertel der Bürger zufrieden zu sein mit der Aufgabenverteilung, sagt eine neue Studie.

01.10.2019