Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Finanzen E-Zigarettenfirma muss Slogan "Genuss ohne Reue" streichen
Mehr Finanzen E-Zigarettenfirma muss Slogan "Genuss ohne Reue" streichen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:31 25.10.2019
Ein «Genuss ohne Reue» ist das Rauchen einer E-Zigarette nicht. Denn auch Liquids enthalten gesundheitsgefährdende Stoffe. Das Essener Landgericht verbot daher einen entsprechenden Werbeslogan. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Essen

Der Essener E-Zigarettenhersteller Niko Liquids darf seine Produkte laut einem Gerichtsurteil nicht mit dem Slogan "Genuss ohne Reue" bewerben. Dies sei eine gesundheitsbezogene Angabe, die in der Werbung verboten sei, urteilte das Essener Landgericht (Aktenzeichen 41 O 13/19).

Die Werbeaussage suggeriere dem Verbraucher, dass die Kapseln mit Flüssigkeiten (Liquids) völlig unschädlich seien, so das Gericht. Zudem darf Niko Liquids seine Kapseln dem Urteil zufolge nicht als "apothekenreine Liquids" anpreisen.

Ein Grund: Liquids müssen laut Gesetz ohnehin einen bestimmten Reinheitsgrad vorweisen - die Aussage sei also eine Selbstverständlichkeit, und Werbung mit Selbstverständlichkeiten sei nicht erlaubt, hieß es bei der Urteilsverkündung. Geklagt hatte die Wettbewerbszentrale, eine Selbstkontrollorganisation der Wirtschaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Niko Liquids kann in Berufung gehen.

Elektronische Zigaretten boomen in Deutschland, der Verkauf ist im Vergleich zu klassischen Kippen aber noch eine Nische. Die Hersteller und Händler bewerben ihre Produkte als bessere Alternative zu Tabak. Allerdings gelten auch die Elektroverdampfer als gesundheitsschädlich - aber nicht so schlimm wie Tabak-Glimmstängel.

dpa

Im vergangenen Jahr wurden weniger Menschen wegen säumiger Zahlung der Strom abgedreht als noch 2017. Wie soll man sich verhalten, wenn der Stromanbieter mit einer Sperre droht?

25.10.2019

Bürger sollen in der EU billiger zahlen können. Unternehmen dürfen deshalb unter anderem für Sepa-Überweisungen keine Gebühren verlangen - laut Landgericht München I auch nicht von Bestandskunden.

24.10.2019

Crowdinvesting lockt Anleger in Zeiten von Mini-Zinsen mit satten Renditen. Doch Vorsicht: Die Anlageform ist äußerst risikoreich - im schlimmsten Fall droht der Totalverlust des angelegten Geldes.

23.10.2019