Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Gesundheit Geschwollene Füße bei Hitze: Das hilft!
Mehr Gesundheit Geschwollene Füße bei Hitze: Das hilft!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:17 28.06.2019
Luftige Schuhe helfen bei geschwollenen Füßen. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Hannover

Die Sonne scheint, es ist warm und die Ferien stehen vor der Tür. Das schöne Sommerwetter lädt dazu ein, Zeit im Freien zu verbringen. Viele freuen sich in diesen Tagen, endlich mal wieder ausgiebig einen Spaziergang zu machen, mit dem Rad zu fahren oder im Garten Ball zu spielen.

Dicke Füße machen den Sommer-Plänen aber schnell einen Strich durch die Rechnung. Bei hohen Temperaturen können die Füße und Beine unangenehm anschwellen. Teilweise werden sie so dick, dass die Schuhe nicht mehr passen und selbst das Gehen zu schmerzhaft wird. Aber woran liegt das eigentlich?

Lesen Sie auch: Sonnenbrand – was hilft?

Geschwollene Füße: Das ist die Ursache

Bei heißem Sommerwetter gibt der Körper Wärme ab, um Überhitzungen zu vermeiden. „Dabei lässt die Elastizität der Blutgefäße nach, es kommt zu einem Blutstau in den Venen“, erklärt Waltraud Bittner von der Deutschen Venen-Liga e.V. Dadurch verlangsamt sich die Blutzirkulation, die Venen werden durchlässiger. Sie geben mehr Flüssigkeit ins Gewebe ab und können gleichzeitig Flüssigkeit aus dem Gewebe schlechter abtransportieren.

Die Folge: Waden und Füße schwellen unangenehm an. Langes Sitzen oder Stehen bei Hitze lässt die Füße noch schneller dick werden. Denn durch die Schwerkraft und mangelnde Bewegung lagert sich das Blut stärker in den Füßen und Unterschenkeln an.

Dicke Füße im Sommer: Frauen sind besonders betroffen

Vor allem Frauen sind von den Flüssigkeitseinlagerungen, den sogenannten Ödemen, betroffen. Im Vergleich zu Männern haben sie ein schwächeres Bindegewebe. Das kann die Venen schlechter stabilisieren. Auch die Veranlagung spielt eine Rolle. Besonders anfällig sind meist Frauen, deren Mütter oder Großmütter das Problem ebenfalls hatten.

Bestimmte Faktoren können die Anfälligkeit außerdem erhöhen.„Bewegungsmangel, Übergewicht, permanent sitzende oder stehende Tätigkeiten oder Schwangerschaften sind Hauptursachen für Veränderungen im Bein-Venen-System“, so Waltraud Bittner. Und auch, wer zu wenig trinkt, bekommt leichter dicke Füße.

Bewegen und Abkühlen hilft bei schmerzenden Füßen

Wenn die Füße und Waden anschwellen, kann das sehr unangenehm sein. Das beste Mittel heißt dann: Bewegung. „Hier gilt die 3L/ 3S-Regel: Lieber liegen und laufen statt sitzen und stehen“, sagt Waltraud Bittner. Anstrengende Aktivitäten sollten bei hohen Temperaturen allerdings vermieden werden.

Auch interessant: Tipps für das Sommer-Training

Ein gemütlicher Spaziergang oder Fahrradfahren am Abend bringen die Blutzirkulation auf Touren. An heißen Tagen ist auch Schwimmen eine gute Option. Das Wasser erfrischt und der Körper wird auf natürliche Weise abgekühlt. Der Wasserdruck wirkt außerdem wie eine Massage.

Wer sich zum Beispiel bei der Arbeit nicht bewegen kann und lange sitzt, sollte zwischendurch die Füße hochlegen. Dabei sollte der Fuß höher als das Herz liegen. Das Blut kann dann leichter zurück ins Herz gepumpt werden. Ist es im Büro heiß, sollten Sie mindestens stündlich einmal aufstehen und ein paar Schritte gehen. Bei langem Stehen empfiehlt es sich, regelmäßig auf den Fußballen zu wippen.

Schmerzende Beine bei Hitze: Ein Wasserbad erfrischt

Kaltes Wasser tut den schmerzenden Beinen besonders gut. Schon das Abspritzen in der Dusche kann helfen. Besonders effektiv ist aber ein Fußbad in Kombination mit Bewegung. Dazu braucht es keinen Besuch in der Therme. Eine Badewanne oder ein großer Eimer reichen vollkommen aus.

Füllen Sie das Gefäß bis zur Wade mit kaltem Wasser. Ideal ist eine Temperatur von 8 bis 18 Grad. Treten Sie dann langsam wie ein Storch auf der Stelle. Die Füße sollten dabei immer ganz aus dem Wasser gezogen werden, denn die Kälte durch das Verdunsten verstärkt den kühlenden Effekt. Zehn Minuten Wassertreten können Wunder wirken. Bei sehr kaltem Wasser reichen auch schon eine bis zwei Minuten. Achtung: unbedingt auf eine rutschfeste Unterlage achten oder am besten festhalten, denn der Boden kann rutschig sein.

Das könnte Sie auch interessieren: So kommen Sie schön durch den Sommer.

Venentätigkeit: Trotz dicker Füße viel Wasser trinken

Auch wenn es paradox klingt: Wer unter dicken Füßen leidet, sollte viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Denn diese kurbelt die Venentätigkeit an und hilft, die Ablagerungen abzutransportieren. Am besten ist pures Wasser. Es gibt aber auch spezielle Tees wie zum Beispiel Brennnesseltee, die entwässernd wirken.

Auch interessant: Ist Leitungswasser gesund oder schädigend?

Durch die Hitze ist der Körper stark beschäftigt. Generell gilt daher: Schwere, kalorienreiche Nahrung und Alkohol sollten vermieden werden. Die deutsche Venen-Liga rät deswegen, ballaststoffreich zu essen. Leichte Kost mit viel Obst und Gemüse ist bei Hitze ideal. Kalorienarme Snacks zwischendurch machen satt und helfen durch die heißen Tage. Weil Salz Flüssigkeit im Gewebe speichert, sollte die Nahrung außerdem nicht zu salzig sein.

Auf luftige Kleidung achten, enge Schuhe meiden

Enge Kleidung ist bei geschwollenen Beinen und Füßen keine gute Wahl. Viel bequemer sind fließende, luftige Stoffe aus atmungsaktiven Materialien wie Baumwolle. Auch die Bündchen von Socken sollten elastisch sein, um nicht einzuschneiden. „Es gibt außerdem atmungsaktiv Kompressionsstrümpfe speziell für den Sommer“, so Waltraud Bittner von der Deutschen Venen-Liga.

Auch enge Schuhe sind bei hohen Temperaturen eine zusätzliche Belastung. Wählen Sie stattdessen offene, bequeme Schuhe ohne Absatz. Besonders geeignet für den Sommer sind natürliche Materialien, wie etwa Echtleder oder Leinen. Diese verhindern auch, dass sich die Hitze staut und die Füße übermäßig schwitzen.

Lesen Sie auch: Was hilft am besten bei Hitze?

Dicke Füße: Dann sollten Sie zum Arzt

Wenn die Füße ab und zu anschwellen, ist das kein Grund zur Besorgnis. Wer aber häufig darunter leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Dicke Füße und Beine können zu Besenreisern und Krampfadern führen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Venenentzündungen kommen.

Außerdem kann die Beschwerde ein Anzeichen für ernste Erkrankungen wie eine chronische Herzschwäche sein. „Bei jeglicher Art von Beschwerden sollte man deswegen einen Venenspezialisten, einen Phlebologen, aufsuchen, der eine genaue Diagnose stellen kann“, rät Waltraud Bittner von der Deutschen Venen-Liga.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn nur ein Bein Flüssigkeit ansammelt. Dies ist oft ein Zeichen für eine Venenthrombose, die sogar lebensbedrohlich werden kann.

Von RND/lzi

Dieses Ergebnis erschreckt: Stiftung Warentest testete 32 unterschiedliche Mineralwassersorten – in der Hälfte von ihnen wurden Keime oder kritische Stoffe nachgewiesen. Einige sind sogar gesundheitsgefährdend.

27.06.2019

Sie sieht ja nicht gerade hübsch aus, doch Hornhaut an den Füßen ist wichtig. Das Feingefühl geht durch sie nicht verloren. Das haben Forscher nun nachgewiesen und noch einiges mehr.

27.06.2019

Die Warteliste für eine Herztransplantation ist lang, denn es gibt nicht genügend Herzspender. Als Alternative spielen Kunstherzen eine immer wichtigere Rolle.

27.06.2019