Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ausbildung Wie werde ich...? Metallbauer/in
Mehr Studium & Beruf Ausbildung Wie werde ich...? Metallbauer/in
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Metallbau Rahn
Metallbau Rahn Quelle: Sandra Bels
Anzeige

Messing, Stahl, Aluminium: In der praktischen Ausbildung lernen Metallbauer, wie man verschiedene Metalle schneidet, formt und mit Schrauben oder Nieten verbindet oder heftet. Auch verschiedene Techniken des Schweißens werden gelehrt. In der Berufsschule werden Türen, Tore oder Gitter hergestellt, so die Bundesagentur für Arbeit. Auch die Rekonstruktion denkmalgeschützter Teile wird geübt.

Metallbauer machen aus Eisen Toranlagen, Fensterrahmen oder Fassadenteile. Manche Firmen haben sich auch auf Kerzenleuchter, Beschläge für Möbel oder Waffen spezialisiert. Auch Restaurierungsarbeiten an historischen Gebäuden gehören zu den Aufträgen.  

Sie arbeiten in der Werkstatt, sind für Montagen aber auch häufig unterwegs. Aufträge führten daher nicht nur quer durch die Republik, sondern auch ins europäische Ausland oder sogar noch weiter.

Im Metallbau benötigt man nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch Feingefühl. Den schweren Schmiedehammer zu schwingen, verlange natürlich Kraft. Entscheidend sei aber die Technik. Zudem bestehen Arbeiten oft aus vielen Einzelteilen, die erst am Ende zusammengebaut werden. Dabei gelte es, präzise zu messen und den Überblick zu behalten. Mathematisches Wissen sei unerlässlich.

Die Berufsaussichten für Metallbauer sind langfristig bestens“, sagt Christian Vietmeyer, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes für Stahl- und Metallverarbeitung.

Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen werden Metallbauer/-innen in einer der drei Fachrichtungen ausgebildet:

  • Konstruktionstechnik
  • Metallgestaltung
  • Nutzfahrzeugbau

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss. Manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Lehrbetrieb und Azubi entscheiden, in welcher der drei Fachrichtungen die Ausbildung erfolgt. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Prüfung statt, deren Ergebnis in das Gesamtergebnis der Abschlussprüfung einfließt. Die Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Gesellenprüfung.

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle). Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht‘s weiter, beispielsweise als Techniker/-in der Fachrichtung Maschinentechnik oder als Metallbauermeister/-in. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren.

Arbeitgeber seien vor allem die Zuliefererbetriebe für den Maschinen- und Autobau. Rund 2000 feste Arbeitsplätze seien dort zuletzt entstanden. „Die Betriebe im Metallbau suchen Nachwuchs“, sagt Detlef Pohl von der Innung für Metall- und Kunststofftechnik Berlin. Aufträge seien genug da, besonders die Nachfrage aus dem EU-Ausland wachse.

Der Leiter der Innungs-Fachschule rät ausgelernten Azubis, sich weiterzuqualifizieren. „Beispielsweise zum Fachbauleiter oder Handwerksmeister.“ Hinterher könne man sich auch spezialisieren: auf Fenster, Türen oder Fassaden.