Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rechtstipp Müssen Mitarbeiter einer Firma gleich viel Urlaub haben?
Mehr Studium & Beruf Rechtstipp Müssen Mitarbeiter einer Firma gleich viel Urlaub haben?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:58 02.09.2019
Mal 25, mal 30 Tage: Nicht alle Mitarbeiter eines Unternehmens müssen gleich viel Urlaub haben. Quelle: Benjamin Nolte
Berlin

20, 27, 30 Tage: Müssen alle Mitarbeiter in einem Unternehmen gleich viel Urlaub haben? "Im Regelfall: Nein", sagt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin. Grundsätzlich sei die Anzahl an Urlaubstagen über den gesetzlichen Mindesturlaub hinaus Verhandlungssache des Einzelnen.

"Kommt ein Bewerber zum Beispiel aus einem Unternehmen mit 30 Urlaubstagen und fordert das ein, kann ihm der neue Arbeitgeber das gewähren", sagt Meyer. Auch wenn im Betrieb eigentlich 25 Urlaubstage üblich sind. Gerade gefragte Fachkräfte haben hier im Einzelfall Verhandlungsspielraum.

Gibt es im Unternehmen einen Betriebsrat, werde der aber im Rahmen seines Mitbestimmungsrechts zu Urlaubsfragen versuchen, Ungleichheiten zu glätten.

Anders sieht es in Unternehmen aus, für die Tarifverträge gelten. "Tarifverträge sehen in der Regel einheitlich für alle Arbeitnehmergruppen gleich lange Urlaubszeiten vor. Eine Urlaubsdauer, die sich nach Vergütungsgruppe unterscheidet, gibt es in der Regel nicht", sagt Meyer.

In manchen Unternehmen sei festgelegt, dass mit längerer Betriebszugehörigkeit ein längerer Urlaubsanspruch entstehe. "Das ist aber kritisch zu sehen, sofern diese Regelungen als altersdiskriminierend ausgelegt werden können", so der Fachanwalt, der in der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) tätig ist.

Vor allem könne dies der Fall sein, wenn der Urlaubsanspruch etwa im Abstand von jeweils zwei bis drei Jahren Betriebszugehörigkeit ansteigt. Daher seien solche Regelungen, die bis etwa vor zehn Jahren noch sehr verbreitet gewesen seien, auch in Tarifverträgen, heute nur noch vereinzelt zu finden.

dpa

Wer falsche Anschuldigungen über WhatsApp verbreitet, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Erfüllt die Beleidigung den Tatbestand der üblen Nachrede, ist laut des Gerichts eine fristlose Kündigung gerechtfertigt.

29.08.2019

Ihre Arbeitszeiten sind oft unregelmäßig. Deswegen fragen sich viele Werkstudenten, ob sie überhaupt Urlaub haben. Wenn ja, wie viele Urlaubstage stehen ihnen zu? Die Antwort gibt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.

26.08.2019

Welche Rechte haben Heimarbeiter, wenn sie nicht mehr beschäftigt werden. Endet dann auch die Bezahlung sofort?

23.08.2019