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Berlin Polizei beschlagnahmt 33 Kilo Kokain
Nachrichten Berlin Polizei beschlagnahmt 33 Kilo Kokain
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22:10 14.11.2018
In Folie eingewickeltes Kokain, das die Berliner Ermittler beschlagnahmt haben, wurde am Mittwoch im Landeskriminalamt in Tempelhof gezeigt. Mehr als 30 Kilogramm der Droge stellten die Beamten sicher. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
Berlin

33 Kilo Kokain: Fein abgepackt in etwa Ziegelsteingröße und mit einem Markenlogo versehen, stapelt es sich derzeit bei der Berliner Polizei. Den Beamten ist ein Coup gegen den illegalen Drogenhandel gelungen. Dabei beschlagnahmten sie nicht nur die Drogen mit Marktwert von geschätzten 1,7 Millionen Euro. Auch 56.000 Euro an Bargeld und sieben Autos stellten sie sicher.

Der Zugriff erfolgte bereits am Dienstag durch ein Spezialeinsatzkommando. Vier Männer wurden dabei festgenommen, teilte das Landeskriminalamt am Mittwoch mit. Die Verdächtigen seien in einem Alter zwischen 28 und 37 Jahren. Sie werden nun dem Haftrichter vorgeführt.

Kokain im Wert von 1,7 Millionen Euro beschlagnahmt

Das Rauschgift habe vermutlich einen hohen Reinheitsgehalt und soll für den Verkauf in Berlin bestimmt gewesen sein, sagte Dezernatsleiter Olaf Schremm bei der Präsentation des Fundes im Landeskriminalamt in Tempelhof.

Auf den Drogenpäckchen waren verschiedene Markenlogos zu sehen wie etwa von einer Modefirma. Die Kriminellen, so Schremm, nutzten solche Kennzeichen, um Produktionslinien wiederzuerkennen.

Drogen aus den Niederlanden mit dem Auto geschmuggelt

Polizei und Zoll beobachteten die mutmaßliche Bande, die keine Verbindung zu Berliner Clans habe, schon länger. Die Männer werden verdächtigt, gewerbsmäßig Drogen aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt zu haben. Zudem werde ihnen der Handel mit Kokain vorgeworfen.

Um die Drogen über die Grenze zu schmuggeln, sei ein Auto umgebaut worden. In Hohlräumen unter den Vordersitzen seien die Päckchen im Blockformat dann versteckt worden. Die Fahnder schlugen nach ihren Angaben zu, als die Drogen in ein sogenanntes Bunkerfahrzeug umgeladen werden sollten.

Autos dienten als Verstecke

Drogen, so erläuterte Schremm, werden inzwischen unauffällig in Autos im Stadtgebiet gelagert statt in Wohnungen. Neben zwei Wagen, die vermutlich als solche Bunkerverstecke gedient haben, beschlagnahmte die Polizei fünf weitere Autos, darunter auch hochpreisige Modelle.

Insgesamt seien zehn Wohnungen im Berliner Stadtgebiet durchsucht worden. Bei dem sichergestellten Bargeld handele es sich vermutlich um Verkaufserlöse aus dem Drogenhandel, hieß es. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand können der Bande noch weitere Schmuggelfahrten zugerechnet werden“, gab Schremm weiter an.

Nicht der erste spektakuläre Rauschgiftfund

Erst in der vergangenen Woche hatten Spezialkräfte in Hamburg mehr als eine Tonne Kokain sichergestellt. Zivilfahnder hatten zuvor beobachtet, wie fünf Männer das Rauschgift in Ein-Kilo-Paketen bei einer Spedition abluden. Acht Männer waren festgenommen worden, darunter ein führendes Mitglied der Hells Angels.

Ihren bislang größten Kokainfund mit 386 Kilogramm hatten die Berliner Fahnder im Frühjahr 2015: Das Kokain aus Kolumbien war damals beim Auspacken von Bananen in Aldi-Supermärkten entdeckt und in Großlagern in Berlin und Brandenburg sichergestellt worden.

Von RND/nie/dpa

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