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Berlin 8. März wird zusätzlicher Feiertag in Berlin
Nachrichten Berlin 8. März wird zusätzlicher Feiertag in Berlin
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15:02 24.01.2019
Arbeitnehmer in Berlin können sich freuen: Die Hauptstadt gönnt sich einen neuen Feiertag am 8. März. Quelle: Jens Wolf/dpa
Berlin

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat auf seiner ersten Sitzung dieses Jahres am Donnerstag einen zusätzlichen Feiertag beschlossen. Das teilte das Abgeordnetenhaus von Berlin am Nachmittag beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Künftig ist der 8. März, der Internationale Frauentag, arbeitsfrei. Berlin ist das erste Bundesland, das diesen Gedenktag zum gesetzlichen Feiertag macht. „Bevor der Beschluss nun zum Gesetz wird, muss aber noch einiges Passieren“, hieß es dort weiter.

Berlin hat neun Feiertage

Die Arbeitnehmer freut das natürlich. Warum sich Berlin den neuen Feiertag gönnt, ist indes nicht so recht klar. Offiziell wird der „Nachholbedarf“ ins Feld geführt: Tatsächlich steht der Stadtstaat mit bisher neun Feiertagen am Ende des Bundesländervergleichs. Bayern hat 13, Baden-Württemberg 12. Doch die Umstände, wie es nun zum 8. März kam, lassen den Schluss zu: Eigentlich wollte niemand in der Hauptstadt einen neuen Feiertag - er kommt aber trotzdem.

„Schuld“ daran sind die Nordländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen. Deren Regierungschefs trafen sich im Februar und verkündeten anschließend, den Reformationstag am 31. Oktober zum Feiertag machen zu wollen.

Bis dahin war das nur in den Ost-Ländern außer Berlin der Fall, 2017 war er zum 500. Reformationsgeburtstag einmalig bundesweit begangen worden.

Nach dem Vorstoß aus dem Norden hätten Journalisten bei ihm angerufen, sagt später Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD), und gefragt, wann seine Stadt nachziehe. „Und damit hatten wir die Feiertagsdebatte. Die wollte ich nicht. Die hätten wir aus eigener Kraft glaube ich auch nicht angefangen“, so Müller. „Aber sie war dann auch nicht mehr wegzubekommen.“ Es folgten monatelange Diskussionen.

Von RND/dpa