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Berlin Artisten vermissen ihre Arbeit – Training nur bedingt möglich
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Artisten in Berlin vermissen ihre Arbeit – Training nur bedingt möglich

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07:58 08.02.2021
Das Artistenpaar Samira Reddmann und Phil Os müssen derzeit vorallem in ihrer Wohnung trainieren und sich im Homeoffice fit halten.
Das Artistenpaar Samira Reddmann und Phil Os müssen derzeit vorallem in ihrer Wohnung trainieren und sich im Homeoffice fit halten. Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
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Berlin

Die Pandemie zwingt auch Artisten in Deutschland zum Stillstand. Ihre Auftritte fallen seit Langem aus, weil zum Beispiel Bühnen und Varietés geschlossen sind. So geht es auch der Berliner Trapezkünstlerin Samira Reddmann und ihrem Partner, dem Jongleur Phil Os aus Kassel. „Wir wünschen uns, weiter in unserem Beruf arbeiten zu dürfen“, sagt die 29-Jährige.

Die beiden würden jetzt eigentlich im Berliner Wintergarten in der 1920er-Jahre-Show „Golden Years“ auftreten. Derzeit können sie noch dreimal die Woche dort trainieren - ein Glück, findet Reddmann. Dort könnten sie Dinge machen, die daheim nicht gingen. Zuhause jonglieren bei einer Deckenhöhe von 2,60 Meter? Schwierig.

Training zu Hause nur bedingt möglich

„Luftartistik kann ich zuhause auch nicht machen“, sagte die Berlinerin. Sie und ihr Partner behelfen sich aber auch daheim mit Übungen. Sie könnten zum Beispiel Handstände machen oder die Flexibilität trainieren. Man könne daheim aber nicht die gleiche Kondition aufbauen wie auf einer Bühne.

Bundesweit ist das öffentliche Leben derzeit heruntergefahren, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Viele Einrichtungen sind seit Wochen wieder geschlossen, darunter auch die Bühnen.

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Vielen Künstlern sind damit Aufträge und ihr Einkommen weggebrochen. Auch für die beiden Artisten ist es keine leichte Zeit. „Auf Dauer ist es doch sehr ermüdend“, sagte Os und verweist etwa auf bürokratische Hürden bei Hilfsgeldern. Der 32-Jährige wünscht sich, dass es auf absehbare Zeit eine gesellschaftliche Lösung für die Pandemie gibt. „Ein Ausgang, der wirklich positiv ist.“

Von RND/dpa