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Berlin Gebäude droht wegen Baupfuschs einzustürzen: 300 Wohnungen in Berlin unbewohnbar
Nachrichten Berlin

Baupfusch in der Pohlestraße Berlin: Baugrube voller Wasser, 300 Wohnungen evakuiert

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16:04 01.02.2021
Einsatzkräfte und Busse für die evakuierten Bewohner stehen nahe der Pohlestraße. In Berlin-Köpenick haben am Abend Bewohner von 18 Häusern ihre Wohnungen verlassen müssen, nachdem eine angrenzende Baugrube mit Wasser vollgelaufen war.
Einsatzkräfte und Busse für die evakuierten Bewohner stehen nahe der Pohlestraße. In Berlin-Köpenick haben am Abend Bewohner von 18 Häusern ihre Wohnungen verlassen müssen, nachdem eine angrenzende Baugrube mit Wasser vollgelaufen war. Quelle: Fabian Sommer/dpa
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Berlin

In Berlin-Köpenick haben am Sonntagabend Bewohner von 18 Häusern ihre Wohnungen verlassen müssen, nachdem eine angrenzende Baugrube mit Wasser vollgelaufen war. An einem Gebäude in der Pohlestraße hätten sich Risse gebildet, Fenster hätten nicht mehr geöffnet werden können, sagte ein Polizeisprecher. Aus Sicherheitsgründen seien auch die Bewohner von 17 umliegenden Häusern aufgefordert worden, ihre Wohnungen zu räumen. Bei den Gebäuden drohte laut Polizei eine Unterbrechung der Versorgungsleitungen für Gas, Wasser, Strom und Wärme. Sie alle sind derzeit laut dem Bezirksamt Treptow-Köpenick unbewohnbar.

Das Bezirksamt gehe bei der vollgelaufenen Grube von Baupfusch aus, teilte eine Sprecherin des Bezirksamtes Treptow-Köpenick am Montag mit. „Der Grund war die unsachgemäße Ausführung einer Baustelle.“

Wann die Bewohner wieder in ihre Wohnungen können, ist unklar

300 Wohnungen waren laut den Angaben betroffen. Rund 330 Bewohner kamen bei Bekannten, Freunden sowie in zwei Hotels unter, wie das Bezirksamt Treptow-Köpenick am Montag mitteilte. Darunter waren laut Polizeiangaben auch Menschen, die wegen Corona unter Quarantäne stehen. Ob und wann die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren können, ist laut Bezirksamt ungewiss.

THW stützt einsturzgefährdetes Gebäude an der Pohlestraße ab

Das Technische Hilfswerk (THW) begann am späten Sonntagabend damit, das einsturzgefährdete Gebäude neben der Wassergrube abzustützen. 22 Einsatzkräfte waren dabei im Einsatz, wie das THW bei Twitter mitteilte.

Auch bei einem zweiten Haus sei eine Gefährdung festgestellt worden, so das Bezirksamt. Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) sagte in einem Video der „Berliner Morgenpost“, beide Gebäude müssten jetzt stabilisiert werden. Erst wenn das gelinge, könne darüber geredet werden, „ob zu einem Zeitpunkt X die Versorgung wiederhergestellt werden kann“. Das Technische Hilfswerk hatte am Morgen mitgeteilt, dass die Absicherungsarbeiten schwierig seien.

Am Montagmorgen erklärte das THW, dass die Absicherungsarbeiten schwierig seien.

Die Feuerwehr war am späten Sonntagnachmittag zunächst zwei Stunden im Einsatz gewesen. Nach einer „umfangreichen Erkundung“ sei die Einsatzstelle an die Polizei übergeben worden, sagte ein Sprecher.

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Von RND/dpa