Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Berlin Dutzende protestieren erneut gegen „Liebig 34“-Räumung
Nachrichten Berlin

Berlin: Erneut Proteste gegen „Liebig 34“-Räumung

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:39 10.04.2021
Ein Polizist steht nach der Räumung im Innenhof des ehemals besetzten Hauses „Liebig 34“.
Ein Polizist steht nach der Räumung im Innenhof des ehemals besetzten Hauses „Liebig 34“. Quelle: Fabian Sommer/dpa
Anzeige
Berlin

Unter dem Motto „Liebig 34 is everywhere“ haben in Berlin-Fiedrichshain zahlreiche Menschen gegen die Räumung des ehemals besetzten Hauses „Liebig 34“ demonstriert. Die Teilnehmerzahl habe im niedrigen dreistelligen Bereich gelegen, sagte eine Polizeisprecherin am Nachmittag. Sie hatten sich zunächst auf der Kreuzung von Liebig- und Rigaer Straße versammelt. Angemeldet waren laut Polizei rund 1000 Teilnehmer. Die Route sollte demnach unter anderem über die Frankfurter Allee, die Boxhagener Straße sowie die Warschauer Straße in Friedrichshain verlaufen. An der Türrschmidtstraße sei sie schließlich zum Stehen gekommen und werde dort auslaufen, sagte ein Polizeisprecher später.

Größere Zwischenfälle habe es nicht gegeben, hieß es. Einige Demonstrierende hätten sich in ein leerstehendes Haus begeben, das am Rande der Strecke gestanden habe. Sechs Menschen wurden am Samstagabend zum Teil mit Zwang aus dem Haus gebracht, wie die Polizei twitterte. Gegen alle sei Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet worden.

Das besetzte Haus „Liebig 34“ war nach jahrelangem Streit und mehreren Prozessen bereits im Oktober mit Hilfe eines Großaufgebots der Polizei geräumt worden. Die Bewohnerinnen bezeichneten sich als anarchistisch und feministisch. Hunderte Demonstranten hatten bereits damals gegen die Maßnahmen demonstriert, es kam zu Ausschreitungen.

Von dpa