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Berlin Berlin vor dem 1. Mai: Protest, Party und Polizei
Nachrichten Berlin Berlin vor dem 1. Mai: Protest, Party und Polizei
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22:27 30.04.2019
Teilnehmer einer Demonstration laufen durch den Stadtteil Wedding. Die Demonstration linker Gruppen am Vorabend des 1. Mai steht unter dem Motto «Hände weg vom Wedding». Die Teilnehmer wollen so gegen hohe Mieten protestieren. Quelle: Carsten Koall/dpa
Berlin

Berlin hat sich am Vorabend des 1. Mai friedlich und entspannt präsentiert. In Parks, Kneipen und auf Straßen wurde die Walpurgisnacht gefeiert. Eine Demonstration im Stadtteil Wedding gegen steigende Mieten blieb laut Polizei vollkommen störungsfrei. Auch bei einem Treffen Linksautonomer an der Ecke Rigaer Straße und Liebigstraße, dem sogenannten Dorfplatz der Szene vor den ehemals besetzten Häusern in Friedrichshain, gab es bislang keine Vorfälle.

Weit mehr als tausend Menschen hatten am Abend unter dem Motto „Hände weg vom Wedding“ demonstriert. „Das war absolut friedlich - null Festnahmen“, zeigte sich ein Polizeisprecher zufrieden. Teilnehmer zeigten Transparente mit Aufschriften wie „Wohnen ist Menschenrecht“ oder „Gegen die Stadt der Reichen“.

Rund 850 Polizisten im Einsatz

Die Polizei war am Dienstag mit etwa 850 Beamten im Einsatz, um Proteste und Feste in der Hauptstadt zu sichern. Im Mauerpark zwischen den Stadtteilen Wedding und Prenzlauer Berg kamen einige Hundert Besucher zusammen, weit weniger als in den Vorjahren. Eine offizielle Feier war nach Lärmbeschwerden von Anwohnern abgesagt worden.

In der Kulturbrauerei war es voller, dort drängten sich die Menschen im Innenhof um ein Feuer. Auch im Viktoriapark in Kreuzberg gab es kleinere Walpurgisfeiern, womit nach altem Brauch der Winter vertrieben wird.

Musik gespielt und Bier getrunken

Bei dem Treffen Linksautonomer an der Rigaer Straße ging es laut Polizei ebenfalls entspannt zu. Es wurde Musik abgespielt und Bier getrunken. Ein Polizeisprecher hoffte, dass der Protest auch am 1. Mai so friedlich bleibe.

An dem Mai-Feiertag werden in der Hauptstadt knapp 5500 Polizisten im Einsatz sein, darunter auch Beamte aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei.

Tagsüber gibt es mehrere Demonstrationen und das Straßenfest „Myfest“ in Kreuzberg. Es soll zwar kleiner ausfallen als zuletzt, dennoch werden wohl Tausende kommen. Die Zahl der Bühnen und Imbissstände wurde verringert.

Revolutionäre Demo in Friedrichshain

Für Mittwochabend haben Linksautonome wieder eine sogenannte Revolutionäre 1. Mai-Demonstration angekündigt. Sie soll dieses Mal nicht in Kreuzberg, sondern in Friedrichshain starten.

Ob der nicht angemeldete Zug an den früher besetzten und jetzt noch umkämpften Häusern in der Rigaer Straße vorbeiführen darf, will die Polizei nach eigener Aussage kurzfristig entscheiden - abhängig von der Teilnehmerzahl.

Gewaltausbrüche ebben ab

Nach der abendlichen Demonstration mit teilweise mehr als 10 000 Teilnehmern gab es früher regelmäßig Zusammenstöße zwischen Randalierern und der Polizei. In den vergangenen Jahren ebbten die Gewaltausbrüche von Randalierern allerdings ab.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte betont, er hoffe, dass die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgeführt werde. Es gebe aber auch Aufrufe aus der linksextremen Szene zu Gewalt. Daher sei die Polizei „umfangreich vorbereitet auf alle denkbaren Szenarien“.

Von RND/dpa

Früher gab es am 1. Mai in Kreuzberg heftige Krawalle. Dann wurde es friedlicher. Nun ziehen die linksautonomen Demonstranten nach Friedrichshain – und die Szene hofft wieder auf größere Mobilisierung. Die Polizei ist laut Innensenator Andreas Geisel (SPD) gewappnet.

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