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Berlin Berliner Kinder leiden besonders oft unter Depressionen
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12:25 19.02.2019
Quelle: imago/Panthermedia
Berlin

Kinder und Jugendliche in Berlin werden laut einer Krankenkassenuntersuchung überdurchschnittlich häufig wegen Depression und Schulangst behandelt. Mit 12,5 Fällen diagnostizierter Depression pro 1000 minderjährige Berliner liegt der Wert 28 Prozent höher als im Bundesschnitt und zehn Prozent höher als in anderen Großstädten. Das geht aus dem ersten Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit für die Hauptstadt hervor, der am Dienstag vorgestellt wurde. Rund ein Drittel der Betroffenen bekam demnach im beobachteten Jahr mindestens einmal ein Antidepressivum verschrieben.

Berliner Nachwuchs kränker als der Hamburger

Laut Report ist fast jeder Zehnte von psychischen Erkrankungen betroffen, die möglicherweise chronisch verlaufen können. Bei Schulangst mit rund 44 Fällen pro 1000 sei der Berliner Wert um knapp ein Viertel im Vergleich zum Bundesschnitt erhöht, schreiben die Autoren der Universität Bielefeld. Ein möglicher Grund für das häufigere Vorkommen solcher Diagnosen in Berlin könnten die vorhandenen Versorgungsstrukturen sein, sagte der Leiter der DAK-Landesvertretung Berlin, Volker Röttsches, auf Anfrage. Näheres müssten die geplanten Folgeuntersuchungen zeigen.

Im Vergleich zu Kindern in Großstädten wie Hamburg und München ist der Berliner Nachwuchs laut DAK „etwas kränker“: Das betrifft neben Viruserkrankungen und grippalen Infekten zum Beispiel auch psychische Verhaltensstörungen wie ADHS. Seltener sind bei Berliner Kindern aber etwa Allergien und Heuschnupfen. Chronische körperliche Krankheiten wie diese treffen laut Angaben mehr als jeden vierten Minderjährigen in Berlin.

Daten von 590 000 Kindern ausgewertet

Der laut Angaben repräsentative Report basiert auf Abrechnungsdaten von mehr als 26 000 bei der DAK versicherten Minderjährigen in Berlin aus dem Jahr 2016. Bundesweit ließ die Kasse Daten von knapp 590 000 Kindern auswerten. In anderen Untersuchungen zur Kinder- und Jugendgesundheit werden oft vor allem Angaben von Eltern ausgewertet.

Einer Studie des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) von 2018 zufolge ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit psychischen Auffälligkeiten in Deutschland in den vergangenen Jahren leicht auf rund 17 Prozent gesunken. Dazu gezählt wurden emotionale Probleme, Probleme mit Gleichaltrigen, Verhaltensprobleme und Hyperaktivität.

Von Gisela Gross

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