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Berlin Berliner Schülerin Georgine verschwunden: Lebenslange Haft gefordert
Nachrichten Berlin Berliner Schülerin Georgine verschwunden: Lebenslange Haft gefordert
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15:35 10.03.2020
Einem 44-jährigen Mann wird zur Last gelegt, die damals 14-jährige Georgine Krüger vergewaltigt und erwürgt zu haben. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Quelle: Paul Zinken/dpa
Berlin

Im Prozess um das Verschwinden der Berliner Schülerin Georgine Krüger hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den 44-jährigen Angeklagten gefordert. Er sei des Mordes und besonders schwerer Vergewaltigung schuldig zu sprechen, hieß es am Dienstag im Plädoyer der Anklagebehörde. Das rätselhafte Wegbleiben von Georgine Krüger war über Jahre einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland.

Leiche wurde nie gefunden

Der angeklagte Deutsche mit türkischen Wurzeln soll das Mädchen aus der Nachbarschaft im Berliner Stadtteil Moabit am frühen Nachmittag des 25. September 2006 angesprochen und gebeten haben, ihm beim Tütentragen zu helfen. Im Keller seiner Wohnung soll er Georgine bewusstlos geschlagen und vergewaltigt haben. Aus Angst vor einer Strafanzeige soll er laut Anklage das Mädchen erwürgt haben. Die Leiche wurde nie gefunden.

Der Angeklagte hat in dem Prozess am Landgericht der Hauptstadt bislang geschwiegen. Der Staatsanwalt sagte, der Mann habe gegenüber einem verdeckten Ermittler klassisches Täterwissen offenbart. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft liegt eine besondere Schwere der Schuld vor. Die Tat sei auf perfide Weise begangen worden.

Erst zehn Jahre später verdächtigt

Der Angeklagte war 2016 unter Verdacht geraten. Auslöser war ein Verfahren gegen ihn wegen sexueller Nötigung einer Jugendlichen in seinem Keller. Funkzellenauswertungen und verdeckte Ermittlungen führten im Dezember 2018 zur Festnahme des Familienvaters. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Gegenüber einem verdeckten Ermittler soll er das Verbrechen detailliert beschrieben haben.

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Von RND/dpa

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