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Berlin Besorgter Verkehrsminister: Steht Berlin 2019 ohne Flughafen da?
Nachrichten Berlin Besorgter Verkehrsminister: Steht Berlin 2019 ohne Flughafen da?
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12:42 08.04.2018
Scheuer (CSU) spricht sich dafür aus, den Flughafen Tegel offen zu halten. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Berlin

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat seine Forderung nach einem Weiterbetrieb des Flughafens Tegel bekräftigt. „Wenn nichts passiert, läuft Berlin Gefahr, Ende 2019 gar keinen Flughafen mehr zu haben“, sagte Scheuer der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag).

Die Landesregierungen in Berlin und Brandenburg sollten die Offenhaltung Tegels nicht vorschnell ausschließen. Dort sei „die beinharte Realität“ noch nicht „so richtig“ angekommen. Auch wegen des für Tegel positiven Volksentscheids müsse weiter über den Fortbestand des alten Flughafens gesprochen werden.

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Im Sinne des Volksendscheids handeln?

Bei dem - rechtlich nicht verbindlichen - Volksentscheid im September 2017 hatten 56,4 Prozent der Wähler dafür gestimmt, Tegel auch nach Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports BER in Schönefeld weiter zu betreiben. Sie stellten sich damit gegen die bisherigen Festlegungen der drei Flughafengesellschafter - Berlin, Brandenburg und Bund - wonach Tegel spätestens sechs Monate nach der BER-Eröffnung schließen soll.

Die Eröffnung ist jetzt nach immer neuerlichen Verzögerungen für den Herbst 2020 vorgesehen.

Optimismus oder einfach nur Leichtsinn?

Die Haltung „Das kriegen wir schon hin“ sei angesichts der schlechten Erfahrungen mit dem BER mehr als leichtfertig, kritisierte der Minister: „Die Uhr tickt.“ Deshalb will Scheuer die Partner in Berlin und Brandenburg „sehr bald zum Gespräch bitten“.

Scheuer soll sich von Daldrup alles erklären lassen

Die Sprecherin des Berliner Senats, Claudia Sünder, bemerkte zu dem neuerlichen Vorstoß: „Wir empfehlen Herrn Scheuer einen Termin mit dem Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup - der kann ihm dann alles erklären, inklusive dass TXL (Tegel) am Netz bleibt bis der BER 2020 öffnet.

Alternativ kann er auch seine Chefin, die Kanzlerin fragen. Sie kennt sich bestens aus und steht deswegen auch zum Schließungsbeschluss von TXL ein halbes Jahr nachdem der BER am Netz ist.“

Es täte der Debatte überdies gut, „wenn sie sich weniger gefühlten Ahnungen und mehr Realitäten hingeben würde“, sagte Sünder der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn Herr Scheuer sich jedoch mit Leidenschaft für die Stärkung des bundeshauptstädtischen Luftverkehrsstandortes Berlin engagieren möchte, schlagen wir zum Beispiel ein Gespräch mit der Lufthansa vor.“

Von MAZonline / dpa

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