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Berlin Corona-Zahlen: Berlin reißt kritische Marke – Beherbergungsverbot in Brandenburg greift
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Corona-Zahlen: Berlin reißt kritische Marke – Weitere Beschränkungen nicht ausgeschlossen

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18:56 08.10.2020
Eine der zentralen Kennzahlen zur Beurteilung der Corona-Lage ist in Berlin über den als problematisch definierten Wert von 50 gestiegen. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa
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Berlin

Eine der zentralen Kennzahlen zur Beurteilung der Corona-Lage ist in Berlin über den als problematisch definierten Wert von 50 gestiegen.

Pro 100.000 Einwohner sind in den vergangenen sieben Tagen in der Hauptstadt 52,8 Neuinfektionen gemeldet worden, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Donnerstag hervorgeht. In Hinblick auf mögliche Maßnahmen des Senats ist in Berlin allerdings ein eigenes Frühwarnsystem entscheidend.

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Müller: „Entwicklung bereitet mir große Sorgen“

Angesichts des starken Anstiegs der Corona- Infektionen in Berlin schließt der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) weitere Beschränkungen nicht aus. „Diese Entwicklung bereitet mir große Sorge“, erklärte Müller am Donnerstag, nachdem die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 52,8 stieg - und damit über den wichtigen Schwellenwert 50.

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„Sie zeigt, wie wichtig es ist, dass wir im Senat weitere Einschränkungen diese Woche beschlossen haben“, so Müller. „Es ist nicht auszuschließen, dass wir uns vor diesem Hintergrund noch auf weitere Schritte verständigen müssen. Einen Lockdown, wie wir ihn schon hatten, wollen wir unbedingt vermeiden.“

Appell an die Menschen in Berlin

Müller appellierte an die Menschen in Berlin, vorerst keine wilden Partys mehr zu feiern, sich an Abstandsregeln zu halten und soziale Kontakte soweit wie möglich einzuschränken. „Wir sind in einer Situation, wo wir erneut aufeinander achten müssen“, sagte Müller in einem Podcast im Internet.

Ihm sei klar, dass die neuen Einschränkungen durch die ab Samstag geltende nächtliche Sperrstunde auch für die Gastronomie eine große Belastung sein. „Aber wir müssen, das ist auch die dringende Empfehlung der Wissenschaft, Kontakte im öffentlichen Raum soweit wie möglich verhindern.“

Müller weiter: „Vor allen Dingen das Bilden von großen Gruppen, das gemeinsam Feiern, das gemeinsam Trinken unter freiem Himmel - wir müssen diese Situation einschränken, denn daraus ergeben sich große Infektionsmöglichkeiten.“ Gleiches gelte für kleinere Feiern in geschlossenen Räumen.

Von RND/dpa