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Berlin Die Berlkönig-Flotte fährt bald komplett elektrisch
Nachrichten Berlin Die Berlkönig-Flotte fährt bald komplett elektrisch
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13:52 10.01.2020
185 „Berlkönig“-Kleinbusse bringen die BVG derzeit auf die Straße. Quelle: Paul Zinken/dpa
Berlin

Die Berlkönig-Kleinbusse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sollen spätestens am Jahresende komplett emissionsfrei fahren. Von den aktuell 185 Fahrzeugen ist bereits jetzt mehr als die Hälfte mit Strom unterwegs. „Bis Ende 2020 wird die Berlkönig-Flotte zu 100 Prozent aus Elektro-Fahrzeugen bestehen“, teilte das Unternehmen mit.

Rund 1,2 Millionen Fahrgäste hatten die Berlkönig-Sammeltaxis im vergangenen Jahr, fast 1,4 Millionen seit dem Start im September 2018. Die Fahrt lässt sich per App buchen, ein Computer berechnet die Route so, dass mit wenigen Umwegen möglichst viele Fahrgäste zusteigen können. Die Berlkönig-App wurde nach BVG-Angaben bisher mehr als 280.000 Mal heruntergeladen.

Größter Kritikpunkt der Kunden ist nach BVG-Angaben der beschränkte Radius, in dem die Berlkönig-Sammeltaxis im Einsatz sind - bislang die östliche Innenstadt. „Wir würden das Angebot gerne zeitnah auf weitere Stadtteile ausweiten“, so BVG-Sprecher Jannes Schwentu. Die Gespräche darüber mit dem Senat laufen derzeit noch. Der Berlkönig sei eine gute Ergänzung zu Bus und Bahn und eine Alternative zum privaten Pkw. „Unser Ziel ist es daher, dass der Berlkönig ein reguläres BVG-Angebot wird, und zwar im gesamten Berliner Stadtgebiet.“

CDU-Vorschlag: Berlkönig bis Brandenburg

Noch aber trägt der Berlkönig nach Einschätzung der Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr nicht zur Verkehrsvermeidung bei. Dafür müssten der Anteil der Fahrgäste, die dafür tatsächlich das eigene Auto stehenlassen, und die Anzahl der Fahrgäste pro Fahrt noch steigen – und der Anteil der Leerfahrten sinken.

Dass die Berlkönig-Fahrzeuge künftig emissionsfrei sein sollen, ist aus Sicht von Tobias Austrup von Greenpeace die „Mindestanforderung“. Ein größeres Einsatzgebiet für die Kleinbusse hält er für vernünftig. In den Innenstadtbereichen würden solche Angebote am wenigsten gebraucht. Dagegen sei es sinnvoll, den Bus als Zubringer zur nächsten S- oder U-Bahn-Station in den Außenbereichen einzusetzen.

Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, will den Bus ebenfalls außerhalb des S-Bahnrings fahren sehen: „Den Autoverkehr zu verringern, ist nur möglich, wenn man solche Angebote auch am Stadtrand ausbaut.“ Es sei deshalb richtig, den Berlkönig in ganz Berlin einzusetzen - und darüber hinaus. Aus Friedericis Sicht ließe sich der Park-and-Ride-Verkehr reduzieren, wenn der Berlkönig bis Brandenburg fahren würde. „Vielleicht wäre das auch etwas für den BER.“

Berlkönig-Test zwischen Rudow und Schulzendorf

Ein erstes Experiment mit dem Berlkönig wagt die BVG bereits. Seit August pendelt der „Berlkönig BC“ zwischen dem Berliner U-Bahnhof Rudow und Schulzendorf in Dahme-Spreewald. Insgesamt verkehren drei Busse. Sie fahren von Montag bis Freitag von fünf bis neun Uhr am Morgen sowie von 15 bis 20.30 Uhr.

Wer den Shuttle nutzen will, braucht ein Smartphone und muss sich die Berlkönig BC-App herunterladen (wichtig ist der Zusatz „BC“. Die normale Berlkönig-App gilt ansonsten nur innerhalb Berlins). Die Fahrt wird im Voraus gebucht. Über die App geben die Fahrgäste an, wann und wo sie abgeholt beziehungsweise abgesetzt werden wollen. Die Fahrt kostet 50 Cent. Zusätzlich wird ein Fahrausweis für den Tarifbereich BC benötigt.

Das Interesse an dem Angebot ist groß, wie auch BVG-Verkehrsplaner Helmut Grätz sagt. Die App wurde bereits mehr als 1000-mal heruntergeladen. Gleichwohl nutzen bisher nur wenige Schulzendorfer das Angebot.

Von MAZonline

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