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Berlin Die wirklich letzte Chance: BVG-Sneaker werden versteigert
Nachrichten Berlin Die wirklich letzte Chance: BVG-Sneaker werden versteigert
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09:53 26.01.2018
Adidas-Turnschuhe mit eingebauter BVG-Jahreskarte Quelle: dpa
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Berlin

Von diesem Ansturm war damals sogar die BVG überrascht. Mitte Januar hatten die Berliner Verkehrsbetriebe gemeinsam mit Adidas einen Sneaker in streng limitierter Auflage in den Verkauf gegeben. Zwei Läden verkauften den Schuh, von dem es insgesamt 500 Paar gab. Die Folge – Hunderte campierten tagelang vor den Schuhgeschäften, um eines der Paare zu ergattern. Denn der Turnschuh war nicht nur limitiert, sondern konnte auch mit einem ganz besonderen Clou punkten – einer integrierten Jahreskarte für die Berliner S- und U-Bahn. Deswegen und wegen des vergleichsweisen günstigen Preises von 180 Euro war der Ansturm gewaltig.

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Wenig überraschend waren die Schuhe sofort vergriffen. Nun gibt es überraschender noch mal die Möglichkeit, zwei Paar der begehrten Sneaker zu ergattern. Auf Facebook kündigten die BVG an, die Sneaker für einen guten Zweck zu versteigern. Das Geld soll an die Berliner Kältehilfe gehen. Angekündigt wird die Auktion gewohnt lakonischen Ton. „Na gut, dann versteigern wir unsere letzten zwei Paar. Und spenden den Erlös an die Kältehilfe. Denn manche Menschen übernachten auch dann draußen, wenn kein Sneaker Sale startet.“, heißt es in dem Post.

Die Auktionen laufen noch bis Sonntagabend. Schon jetzt zeigt sich, dass man auch dieses Mal wohl nur schwer an die beliebten Schuhe herankommt. Am Freitagmorgen sind bereits 81 Gebote abgegeben worden. Das höchste Gebot liegt bei mehr als 1400 Euro.

Es sind übrigens nicht die einzigen BVG-Sneaker, die auf eBay angeboten werden. Dort werden auch andere Paare zum Verkauf angeboten. Die Gebote liegen hier ebenfalls meist bei mehr als 1000 Euro. Dieses Geld geht allerdings nicht an die Kältehilfe, sondern in die Taschen der glücklichen Käufer, die eines der Paare ergattert haben.

Ob die Schuhe schön sind oder nicht – darüber lässt sich streiten. Aber der Werbegag ist gelungen. Bereits 24 Stunden vor Verkaufsstart bildete sich eine Schlange vor dem Geschäft.

Von MAZonline