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Berlin Ferien an Flughäfen starten ruhig – ab Juli drohen Streiks
Nachrichten Berlin Ferien an Flughäfen starten ruhig – ab Juli drohen Streiks
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14:56 20.06.2019
Terminal am Flughafen Schönefeld. Quelle: Nadine Pensold
Berlin

In Berlin und Brandenburg ist die Situation an den Flughäfen am ersten Tag der Sommerferien am Donnerstagmorgen entspannt. Der Flugbetrieb sei an den Flughäfen Tegel und Schönefeld „normal angelaufen“, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft.

Es gebe keine größeren Wartezeiten beim Einchecken sowie den Pass- und Sicherheitskontrollen. Urlaubern wird geraten, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Terminal zu sein. Traditionell ist es am ersten und letzten Ferienwochenende an den Flughäfen besonders voll. Bis einschließlich Sonntag werden in Schönefeld und Tegel insgesamt rund 430.000 Passagiere erwartet, hieß es.

Schönefeld nicht per S-Bahn erreichbar

In Tegel hatte sich gegen 6 Uhr kurzzeitig eine längere Menschenschlange quer durch das Terminal C, am Abfertigungsschalter sowie vor der Sicherheitskontrolle gebildet. Diese habe sich aber nach kurzer Zeit wieder aufgelöst.

Wer ab Schönefeld in den Urlaub fliegen will, sollte beachten, dass der Flughafen wegen Bauarbeiten noch bis zum 5. Juli nicht per S-Bahn erreichbar ist. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ab Baumschulenweg, Schöneweide, Adlershof und Grünau wurde eingerichtet. Eine Alternative sind außerdem die Regionalzüge.

Flugbegleiter bei Lufthansa wollen im Juli streiken

Passagiere müssen sich noch auf ein anderes Problem einstellen: Im Juli fänden Streiks durch die Kabinenmitarbeiter in Deutschland statt, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Flugbegleiter-Gewerkschaft Daniel Flohr am Donnerstag in Frankfurt.

Bei den Töchtern Eurowings und Germanwings werde es so bald wie möglich eine Urabstimmung geben, bei der Lufthansa werde sich dies um ein paar Wochen verzögern. „Am Ende dieser Urabstimmungen werden wir konkret verkünden, wann, wo und wie lange Arbeitskämpfe stattfinden werden. Der Chaos-Sommer, der uns letztes Jahr beglückt hat, wird dieses Jahr wahrscheinlich nochmal größer.“

Anspruch auf bis zu 600 Euro Entschädigung

Betroffene Passagiere sollten unbedingt die aktuelle Lage beobachten und regelmäßig den Status ihres Fluges überprüfen, rät Laura Kauczynski. Sie ist Expertin für Fluggastrechte beim Portal AirHelp. „Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen - sofern dieser weniger als 14 Tage vor dem eigentlichen Abflugtermin über den Ausfall des Fluges informiert wurde“. Gleiches gelte für Passagiere, deren Flüge ihr Ziel erst mit mindestens drei Stunden Verspätung erreichen.

Ab einer Verspätung von mehr als fünf Stunden oder einer Beförderung zu einem späteren Zeitpunkt sei die Airline zudem dazu verpflichtet, Passagieren den vollen Ticketpreis zu erstatten. Im April letzten Jahres urteilte der Europäische Gerichtshof, dass selbst ein unangekündigter Streik des Airline-Personals keinen außergewöhnlichen Umstand darstellt, der die Fluggesellschaften von ihrer Pflicht befreit, Entschädigungen auszahlen zu müssen.

Von MAZonline/dpa

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