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Berlin Frühestens am 1. Juli: Berlin will Sommerferien neu regeln
Nachrichten Berlin Frühestens am 1. Juli: Berlin will Sommerferien neu regeln
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09:52 16.10.2019
Sommervergnügen in einem Freibad. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Potsdam

Die Länder Berlin und Hamburg wollen neue Regeln für die Sommerferien in Deutschland einführen. Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag und Freitag in Berlin wollen beide Länder beantragen, dass die Sommerferien demnach erst ab dem 1. Juli beginnen, die unterschiedlichen Termine der Länder enger zusammenrücken und die jährlichen Verschiebungen möglichst gering ausfallen. Ziel sei „mehr Kontinuität“ im Schuljahresablauf, sagte Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres.

„Vor allem Sprünge von einem späten Ferientermin auf einen frühen Ferientermin führen zu einer Verkürzung von Schuljahren“, sagte die SPD-Politikerin. Die derzeit geltende Regelung hat aus ihrer Sicht negative Auswirkungen auf die Lernzeit der Schüler, die Belastung der Lehrkräfte, „schulorganisatorische Prozesse“ sowie auf den Zeitraum bei den Abschlussprüfungen.

Auch angesichts eines gemeinsamen Pools von Abituraufgaben seien teils erhebliche Schwankungen bei der Länge der Schulhalbjahre nicht mehr zeitgemäß, so Scheeres. „Die Ferien sollten zwischen dem 1. Juli und dem 10. September liegen.“ So könnten sich die Länder besser dem Ziel annähern, ein bundesweit vergleichbares Abitur durchzuführen. Daher bringe Berlin die Vorlage gemeinsam mit Hamburg auf der KMK ein.

Brandenburg hüllt sich in Schweigen

Andere Bundesländer reagieren zurückhaltend bis ablehnend auf den Vorstoß. Schleswig-Holstein sieht keinen Handlungsbedarf. „Ein zu enger Ferienkorridor in ganz Deutschland könnte negative Auswirkungen auf den für unser Land so wichtigen Tourismus haben, wenn die Saison dadurch deutlich kürzer würde“, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums in Kiel.

Die Tourismusbranche ist ohnehin der Meinung, dass der gegenwärtige Sommerferienkorridor von 84 Tagen zu knapp bemesssen sei. Deren Lobbyverbände DRV und DTV forderten zuletzt eine Ausweitung auf 90 Tage. Das wiederum lehnt die Kultusministerkonferenz ab: Bei einem Ferienbeginn schon Mitte Juni „wäre der Zeitrahmen für eine ordnungsgemäße Organisation zentraler Abschlussprüfungen nicht ausreichend“.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte: „Jedes Gesetz und jede Regelung sollte von Zeit zu Zeit daraufhin überprüft werden, ob es noch sachgerecht und zeitgemäß ist. Das gilt auch für die komplizierte Sommerferienregelung. Aufgrund der langfristigen Festlegung der Ferienpläne wird es jedoch keine schnellen Entscheidungen geben können.“

Brandenburgs Schulministerin Britta Ernst (SPD) äußerte sich nicht. Man wolle der Diskussion in der KMK nicht vorgreifen, erklärte eine Sprecherin auf MAZ-Anfrage.

Extrawurst für Bayern und Baden-Württemberg

Bisher haben aus historischen Gründen lediglich Bayern und Baden-Württemberg jedes Jahr weitgehend im gleichen Zeitraum Sommerferien. Bei den übrigen Ländern wechseln die Termine permanent. So beginnen im kommenden Jahr die Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern bereits am 22. Juni und enden am 1. August, in Baden-Württemberg als letztem Bundesland starten sie am 27. Juli und enden am 12. September.

Von MAZonline/tk

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