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Berlin Haus stürzt ein – Explosion ausgeschlossen
Nachrichten Berlin Haus stürzt ein – Explosion ausgeschlossen
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13:06 21.11.2017
Das Haus ist komplett zerstört worden, es blieben nur noch Trümmer zurück.
Das Haus ist komplett zerstört worden, es blieben nur noch Trümmer zurück. Quelle: dpa
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Berlin

In Berlin-Spandau ist ein Einfamilienhaus eingestürzt - die darin lebende Familie überlebte. In dem Haus befanden sich ein fünf- und ein siebenjähriges Kind, sowie deren 40 und 47 Jahre alten Eltern. Die Eltern und das ältere Kind zogen sich leichte Verletzungen zu. Der fünfjährige Sohn ist laut Polizei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Eines der Kinder rettete sich noch vor Eintreffen der Hilfskräfte selbst aus den Trümmern, wie die Feuerwehr mitteilte.Dass sich noch weitere Menschen in dem Haus befanden haben, könne ausgeschlossen werden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Dienstagmittag.

Berlin, 21. November: Laut wie eine Bombe soll es geknallt haben – danach ist das Haus in sich zusammengestürzt. Wie durch ein Wunder hat eine Familie in Berlin einen Hauseinsturz überlebt. Eine fünfjähriger Junge ist schwer verletzt worden. Die Fotos zeigen, wie das Haus zerstört wurde.

Die Ursache für den Einsturz eines Einfamilienhauses in Berlin-Spandau mit mehreren Verletzten war nicht eine Erdgasexplosion, wie zunächst vermutet wurde. Mitarbeiter der NWB-Netzgesellschaft, welche die Gegend mit Erdgas versorgt, konnten nach eigenen Angaben keine Gasleitungen finden. „Das Haus war nicht mit Gas versorgt“, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Vormittag. Das bestätigte auch ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. Möglicherweise war eine Gasflasche ursächlich für die Explosion, sagte ein Mitarbeiter des Energieunternehmens. „Aber das ist reine Spekulation.“ Laut Anwohnern soll es kurz vor dem Einsturz einen Knall gegeben haben, „laut wie eine Bombe“.

Ursache unklar

„Wir wissen nicht, warum das Haus eingestürzt ist. Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen.“ Seit den frühen Morgenstunden sind die Ermittler auf der Suche nach der Ursache für das Unglück. „Die Ermittler stehen jetzt erstmal vor einem, im wahrsten Sinne des Wortes, riesigen Trümmerhaufen“, sagte eine Polizeisprecherin. „Sie versuchen jetzt erstmal, vorwärts zu kommen.“ Im Laufe des Tages rechneten die Ermittler nicht mehr mit Ergebnissen, so die Sprecherin.

Die Feuerwehr war mit 75 Einsatzkräften sowie Rettungshunden auf dem Areal im Spandauer Ortsteil Staaken aktiv. Das Haus hatte zwei Etagen.

Auf einem von der Feuerwehr via Twitter verbreiteten Foto ist zu sehen, dass das Gebäude völlig in sich zusammensackte. Benachbarte Häuser sind durch herumfliegende Trümmerteile leicht beschädigt worden.

Von dpa, MAZonline

20.11.2017
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