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Berlin Hunderte Menschen bei Demo zum Gaza-Konflikt in Berlin
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Hunderte Menschen bei Pro-Palästina-Demo zum Gaza-Konflikt in Berlin

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19:15 22.05.2021
Demonstranten schwenken palästinensische Fahnen bei einer pro-palästinensischen Demonstration auf der Oranienburger Straße in Berlin.
Demonstranten schwenken palästinensische Fahnen bei einer pro-palästinensischen Demonstration auf der Oranienburger Straße in Berlin. Quelle: Annette Riedl
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Berlin

Bei einer Demonstration zum Gaza-Konflikt haben zahlreiche Menschen in Berlin Palästina-Fahnen geschwenkt. Viele trugen Plakate, auf denen „Free Palestine“ stand. Nach Schätzungen eines dpa-Reporters nahmen an der Demonstration mit der Überschrift „Die Geschehnisse in Palästina und die deutschen Medien“ Hunderte Menschen teil.

Die überwiegend jungen Teilnehmer skandierten „Palestine will be free from the river to the sea“ (deutsch: „Palästina wird vom Fluss bis zum Meer frei sein“).Ein Transparent des Vereins Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost unterschied sich: „Gegen Angriffe auf Synagogen und Moscheen in Berlin oder Gaza“, war darauf zu lesen.Entsprechend des Mottos äußerten Teilnehmer auch Medienkritik: „Deutsche Presse; Solidarität und Hass sind nicht dasselbe“, war auf einem Plakat zu lesen. Angemeldet waren zu der Versammlung nach Polizeiangaben 500 Menschen.

Verbot einer pro-palästinensischen Demo in Kreuzberg

Der Zug sollte am Samstag vom Oranienplatz am Axel-Springer-Hochhaus vorbei zum Halleschen Ufer führen.Bei einer anderen Demonstrationen gab es eine neue Lage: Nach der Waffenruhe im Gaza-Konflikt wurde die Anmeldung einer größeren pro-palästinensische Demonstration in Berlin geändert.

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Eine ursprünglich geplante Demonstration von Palästinenser-Gruppen mit 2000 angemeldeten Teilnehmern am Samstagnachmittag in Kreuzberg war zuvor verboten worden. Statt der am Abend geplanten Demonstration mit der Überschrift „Protestkundgebung gegen die israelische Aggression in Palästina“ sei für 17.30 Uhr eine Kundgebung mit dem Titel „Begrüßung der Waffenruhe“ am Potsdamer Platz mit 400 Teilnehmern angemeldet, sagte ein Polizeisprecher.

Schwere Ausschreitungen vor einer Woche

In Berlin war es vor einer Woche bei einer anti-israelischen Demonstration zu schweren Ausschreitungen gekommen, nachdem die Polizei die Versammlung wegen Verstöße gegen Corona-Regeln für aufgelöst erklärt hatte. Sie registrierte dabei auch judenfeindliche Parolen. Auch am Mittwochabend war es nach einer solchen Demonstration zu Gewaltausbrüchen gekommen.

Nach Ansicht des Antisemitismusbeauftragten der Berliner Polizei ist der Hass auf Juden lange massiv unterschätzt worden. „Nicht nur der muslimische Antisemitismus, sondern Antisemitismus in Gänze wurde viel zu lange nicht so wahrgenommen, wie man ihn hätte wahrnehmen müssen“, sagte Wolfram Pemp dem „Tagesspiegel“ (Samstag). „Einige sind davon ausgegangen, das Thema hätte sich für uns erledigt. Doch es hat sich eben nicht erledigt.“

Von RND/dpa