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Berlin Internet abgeschaltet: Berliner Kammergericht bleibt offline
Nachrichten Berlin Internet abgeschaltet: Berliner Kammergericht bleibt offline
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16:03 08.10.2019
Die Eingangshalle des Kammergerichtes Berlin. Quelle: Tim Brakemeier/dpa
Berlin

Nach einer Cyberattacke sind die infizierten Computer im Kammergericht Berlin weiterhin ohne Internet. Das Gericht wies am Dienstag den Vorwurf zurück, nach dem Virenbefall nicht schnell genug gehandelt zu haben. Am 25. September habe es die ersten Hinweise auf den Angriff gegeben, sagte ein Gerichtssprecher. Daraufhin habe man das Computersystem umgehend vom Internet getrennt. Der „Tagesspiegel“ hatte zuvor berichtet, dass der Angriff bereits am 10. September festgestellt worden sei.

Bei dem Virus handelt es sich um die Schadsoftware „Emotet“, wie eine Sprecherin des IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) sagte. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bezeichnet Emotet als „eine der größten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit“. Wie es zu dem Virenbefall kommen konnte und wie groß die Schäden sind, ist noch unklar.

Der Betrieb im Gericht ist derzeit erheblich eingeschränkt. Die Mitarbeiter sind zwar per Telefon, Fax und Post zu erreichen, nicht aber per E-Mail, wie das Gericht mitteilte. Die infizierten Rechner hätten weiterhin keinen Internetzugang. Daher bemühe man sich unter Hochdruck, neue Computer zu beschaffen. Was mit den alten PCs geschehe, werde noch geprüft, sagte der Gerichtssprecher.

Womöglich müssen sämtliche Rechner der 150 Richter und 370 Angestellten ausgetauscht werden. Der Virus könnte darüber hinaus auch privaten Rechner infiziert haben – etwa über USB-Sticks oder Arbeiten im Home Office.

Von MAZonline

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