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Berlin Ausbruchsversuch in Tegel – War es der Maskenmann?
Nachrichten Berlin Ausbruchsversuch in Tegel – War es der Maskenmann?
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16:24 30.09.2019
Justizvollzugsanstalt Tegel. Quelle: Paul Zinken/dpa
Berlin

Ein 52 Jahre alter Gefangener der JVA Tegel hat zwei Gitterstäbe seiner Zelle aufgeschweißt und sich aus dem Fenster im dritten Stock abgeseilt. Mitarbeiter der JVA hätten den Mann vor dem Zellengebäude entdeckt, sagte ein Sprecher der Justizverwaltung am Montag. Zu dem Ausbruchsversuch soll es am frühen Montagmorgen gekommen sein.

Es habe aber nicht die Gefahr eines Ausbruchs bestanden, da der Gefangene noch nicht die äußeren Anlagen überwunden hätte, betonte der Sprecher. Der Mann, der zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, strich die Gitterstäbe mit einer Chemikalie ein und setze sie danach unter Strom. Zum Abseilen benutzte er ein Bettlaken

Nach übereinstimmenden Informationen von „Berliner Zeitung“, „Tagesspiegel“, DPA und RBB handelt es sich bei dem Insassen um Mario K. Der 52-Jährige war 2016 wegen versuchten Mordes und erpresserischen Menschenraubes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Seine Verbrechen verübte der sogenannte Maskenmann 2011/12 in Bad Saarow und Storkow (Oder-Spree). Das Gericht bestätigte nichts, weil man sich prinzipiell nicht zu Gefangenen äußere.

Im sogenannten Maskenmann-Prozess verurteilte das Landgericht Frankfurt (Oder) im Jahr 2015 den damals 47-Jährigen wegen des Angriffs auf Millionärsfamilien und der Entführung eines Managers südöstlich von Berlin zu lebenslanger Haft. Der Mann hatte bei den Taten 2011 und 2012 jedes Mal eine Art Imkermaske getragen.Der Ausbruch aus einem Gefängnis an sich ist in Deutschland nicht strafbar. Im deutschen Recht wird einem Strafgefangenen das Recht zugestanden, nach seiner Freiheit zu streben. Die Grenze der Straffreiheit ist jedoch erreicht, wenn der Gefangene bei seiner Flucht Rechtsgüter anderer in Mitleidenschaft zieht - etwa bei Sachbeschädigung oder Gewalt gegen Beamte. Strafbar macht sich außerdem, wer Häftlinge befreit oder ihnen zur Flucht verhilft.

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