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Berlin Multiresistene Keime bei Frühchen in der Charité
Nachrichten Berlin Multiresistene Keime bei Frühchen in der Charité
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21:51 28.03.2018
Ein zu früh geborenes Baby in einem Inkubator. Quelle: dpa (Archiv)
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Berlin

Bei drei Frühgeborenen in einem Klinikum des Berliner Universitätskrankenhauses Charité sind multiresistente Keime gefunden worden. Man habe Erreger aus der Gruppe der MRSA-Stämme auf der Haut der Babys nachgewiesen, sagte eine Charité-Sprecherin am Mittwoch.

Ein Frühchen hatte eine Infektion

Bei einem der Frühchen habe zwischenzeitlich eine Infektion vorgelegen, die mit den Keimen in Zusammenhang stand, diese sei jedoch erfolgreich behandelt worden. Aktuell zeige keines der Frühchen Krankheitssymptome oder Anzeichen einer Infektion, so die Sprecherin. Über den Keimfund hatten zuvor die „B.Z.“ und die „Berliner Morgenpost“ berichtet.

Beim routinemäßigen Screening entdeckt

Nach Angaben der Charité sind die Bakterien bei einem routinemäßigen Screening der Frühgeborenen entdeckt worden. Ob alle dieselbe Quelle haben, sei noch offen und werde untersucht, sagte die Sprecherin. Sie verwies darauf, dass sich die Verbreitung von Keimen trotz strenger Hygienevorkehrungen nicht immer verhindern lasse. Man habe die betroffenen Frühchen separiert und so gewaschen, dass Krankheitserreger abgetötet werden.

2015 gab es dort schon einmal gefährliche Keime

Es ist nicht die erste Ausbreitung potenziell gefährlicher Keime auf der Frühchenstation des Klinikums. Im April und Mai 2015 waren fünf Babys von Darmbakterien befallen worden. Sie hatten dadurch Lungenentzündungen bekommen, die mit Antibiotika behandelt werden mussten.

Von Manuela Zingl