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Berlin Polizei durchsucht 24 Wohnungen in Rigaer Straße 94 in Berlin
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Polizei durchsucht 24 Wohnungen in Rigaer Straße 94 in Berlin

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10:59 06.10.2021
Die Berliner Polizei hat am Mittwoch seit dem frühen Morgen Wohnungen in dem teilbesetzten Haus „Rigaer 94“ in Berlin-Friedrichshain durchsucht.
Die Berliner Polizei hat am Mittwoch seit dem frühen Morgen Wohnungen in dem teilbesetzten Haus „Rigaer 94“ in Berlin-Friedrichshain durchsucht. Quelle: Archivfoto: Christophe Gateau/dpa
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Berlin

Die Berliner Polizei hat am Mittwoch seit dem frühen Morgen Wohnungen in dem teilbesetzten Haus „Rigaer 94“ in Berlin-Friedrichshain durchsucht. Dabei habe es bis zum Vormittag keine Gegenwehr der Bewohner und Bewohnerinnen gegeben, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Es seien gut 300 Einsatzkräfte beteiligt, der Straßenzug vor dem Haus sei gesperrt worden. „Wir vollstrecken einen richterlich erlassenen Durchsuchungsbeschluss hier im Haus.“ Er sei auf Betreiben des Eigentümers erlassen worden. Es gehe darum, die Personalien der Bewohnerinnen und Bewohner festzustellen, sagte die Sprecherin.

Der Polizei zufolge sollen insgesamt 24 Wohneinheiten im Hinterhaus, Seitenflügel und Vorderhaus durchsucht werden. Bis zum frühen Vormittag sei die Polizei in zehn Wohnungen gewesen. In dreien davon habe sie insgesamt zehn Personen angetroffen. „Wir werden an jede Wohnungstür gehen und bitten, dass uns geöffnet wird beziehungsweise, wenn uns nicht geöffnet wird, die Tür von unserer Seite aus öffnen“, sagte die Sprecherin. Auf Twitter forderte die Polizei Bewohnerinnen und Bewohner auf, in ihren Wohnungen zu bleiben und sich ruhig zu verhalten.

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Medien: Polizei soll Langwaffe gefunden haben

Der „Tagesspiegel“ berichtete, die Polizei habe eine Langwaffe gefunden. Die Polizeisprecherin sagte, sie könne aber noch nicht sagen, ob es sich dabei um eine scharfe Waffe oder zum Beispiel eine Attrappe handle.

Die Straße in Friedrichshain ist vor allem bekannt durch das teilbesetzte Haus in Nummer 94. Der Gebäudekomplex gilt als Symbol der linksradikalen Szene. Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin, Benjamin Jendro, sagte dazu am Mittwoch, aus dem Gebäude heraus sei es immer wieder zu schweren Angriffen auf Polizisten gekommen. Dementsprechend gehe die Polizei bei der richterlich angeordneten Feststellung der Personalien der Bewohner mit einem größeren Kräfteansatz als bei einem gewöhnlichen Gebäude vor. „Wir hoffen, dass man die Kollegen ihre Arbeit machen lässt, sie gesund wieder nach Hause kommen und der Rechtsstaat auch in diesem Haus akzeptiert wird.“

Von RND7dpa