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Berlin Polizeipräsidentin Barbara Slowik erwartet eine stressige Silvesternacht
Nachrichten Berlin

Polizeipräsidentin Slowik erwartet stressige Silvesternacht - 2500 Beamte im Einsatz  

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13:09 31.12.2021
Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik
Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik Quelle: Paul Zinken/dpa
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Berlin

Polizeipräsidentin Barbara Slowik rechnet mit einer herausfordernden Silvesternacht für die Berliner Polizistinnen und Polizisten. Neben den üblichen Aufgaben seien wegen der Corona-Pandemie die Kontrollen in den Verbotszonen zu bewältigen. Zudem erwartet Slowik mehrere unangemeldete Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in der Stadt. „Auch darauf werden wir einen deutlichen Fokus legen“, sagte die Polizeipräsidentin im RBB-Inforadio.

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Man habe in den vergangene Wochen Erfahrungen mit sogenannten Spaziergängen sammeln können. „Durch stete Präsenz und ganz konsequentes Vorgehen konnten wir das absolut im Rahmen halten und haben auch keine schweren gewalttätigen Ausschreitungen bisher sehen müssen. Ich befürchte das auch heute Abend nicht“, sagte Slowik. Rund 1600 zusätzliche Polizisten seien in der Silvesternacht in der Hauptstadt im Einsatz, insgesamt seien es rund 2500.

Feuerwerksverbot am Kotti und am Potsdamer Platz

Laut Corona-Schutzmaßnahmen des Senats gilt an 53 Orten in Berlin ein Versammlungs- und Feuerwerksverbot, dazu gehören etwa der Potsdamer Platz, das Kottbusser Tor und der Breitscheidtplatz. Zudem gibt es drei Pyroverbotszonen, in denen auch das Mitführen von Feuerwerk untersagt ist, wie Slowik erklärte. Dazu gehören der Alexanderplatz sowie die Gebiete um die Schöneberger Pallasstraße und die Haftanstalt Moabit.

Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre wüssten die Polizistinnen und Polizisten, wo es besonders kritisch werden könnte – etwa rund um den Hermannplatz in Neukölln. „Dort werden wir präsenter sein“, sagte die Polizeichefin. Je später der Abend werde, desto flexibler müssten die Einsatzkräfte auf Schwerpunkte reagieren.

Böllerverbote erleichtern die Arbeit der Berliner Stadtreinigung

Angesichts der Böllerverbote rechnet die Berliner Stadtreinigung (BSR) auch in diesem Jahr mit deutlich weniger Silvestermüll. Das sagte BSR-Sprecher Thomas Klöckner der Deutschen Presse-Agentur. An Neujahr arbeitet die BSR demnach mit der normalen Samstagsbesetzung: Ab 6 Uhr werden etwa 350 Beschäftigte sowie 110 Fahrzeuge Straßen und Plätze reinigen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien vor allem mit Besen und Schippe unterwegs, weil sich der Silvestermüll verändert habe. Große Feuerwerksbatterien könnten nicht von Kehrmaschinen weggeräumt werden.

Im vergangenen Jahr hatte die BSR nach Silvester rund 130 Kubikmeter an Böller- und Raketenresten sowie Verpackungen eingesammelt. Das waren laut BSR 270 Kubikmeter weniger als am 1. Januar 2020.

Von MAZonline