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Berlin Spahn: Impfen verhindert nicht die wachsende dritte Welle
Nachrichten Berlin

Spahn warnt vor anhaltender Ansteckungsgefahr trotzt Impfung bei Besuch des Impfzentrums Messe Berlin

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12:31 05.04.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (zweiter von rechts) und Berlins Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kalayci (hinten Mitte) schauen Tim Ratzloff (links) zu, wie er der 80-jährigen Rosemarie Langwald (rechts) im Impfzentrum auf dem Messegelände in Berlin am Montag, 5. April 2021, die zweite Impfung mit dem Pfizer-Impfstoff gegen das Coronavirus verabreicht.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (zweiter von rechts) und Berlins Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kalayci (hinten Mitte) schauen Tim Ratzloff (links) zu, wie er der 80-jährigen Rosemarie Langwald (rechts) im Impfzentrum auf dem Messegelände in Berlin am Montag, 5. April 2021, die zweite Impfung mit dem Pfizer-Impfstoff gegen das Coronavirus verabreicht. Quelle: Michael Kappeler/Pool via AP
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Berlin

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor anhaltender Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus gewarnt. „Impfen verhindert nicht die dritte Welle, die dritte Welle wächst“, sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin während eines Besuches im Impfzentrum Messe. Länder mit bereits höherer Impfquote wie Chile, Großbritannien oder die USA zeigen, dass Kontaktbeschränkungen weiter notwendig seien.

„Wir müssen diese dritte Welle miteinander brechen“

Spahn nannte die Situation auf den Intensivstationen und in den Kliniken angesichts steigender Auslastungszahlen besorgniserregend. „Wir müssen diese dritte Welle miteinander brechen und Kontakte reduzieren“, sagte er. „Vor allem im privaten Bereich, in den Schulen, auf Arbeit, wo es eben geht.“

Länder sollen Notbremse konsequent umsetzen

Der Minister appellierte an die Länder, „dort, wo eine Inzidenz von über 100 ist, die vereinbarte Notbremse konsequent umzusetzen, um die Zahlen runter zu bringen“.

Zu Forderungen aus der CSU nach bundeseinheitlichen Regeln sagte Spahn, Ziel müsse sein diese Welle zu brechen. „Idealerweise gibt es ein bundeseinheitliches Vorgehen.“ Der Mechanismus der Notbremse sei gemeinsam vereinbart. Danach müssten Landkreise, Regionen, Länder bei einer Inzidenz von mehr als 100 zusätzliche Beschränkungen regeln und Öffnung zurücknehmen.

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„Deswegen ist nicht der Weg entscheidend, über den gerade so viel geredet wird. Ich finde viel entscheidender, dass es passiert, dass die Notbremse konsequent angewandt wird und dass wir diese Welle zügig besser früher als später brechen.“

Spahn zu Erleichterungen für geimpfte Menschen

Spahn machte sich erneut stark für Erleichterungen bereits geimpfter Menschen. Es gehe darum, vollständig Geimpfte so behandeln zu können wie negativ Getestete. Abstandsregeln, Hygiene oder medizinische Schutzmasken seien für negativ Getestete wie für vollständig Geimpfte weiterhin notwendig. „Niemand hat mehr oder weniger Möglichkeiten als jemand anders solange klargestellt ist, dass das Infektionsrisiko reduziert ist durch Testung oder Impfungen.“

Von dpa/MAZonline