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Berlin Der Spreepark wird wieder zum Leben erweckt
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Spreepark im Plänterwald wird zum Leben erweckt

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15:42 24.08.2020
Das Riesenrad im Spreepark. Ein Gutachten hat ergeben, dass das Fahrgeschäft im ehemaligen Vergnügungspark im Plänterwald trotz jahrelangem Stillstand funktionstüchtig ist. Quelle: Paul Zinken/dpa
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Berlin

Im Spreepark in Berlin-Treptow laufen die Bauarbeiten für den Umbau zu einem neuen Kulturpark. Bis 2026 soll der verwilderte Park im Plänterwald nach Plänen des landeseigenen Unternehmens Grün Berlin GmbH schrittweise geöffnet werden. Wie der rbb berichtet, soll sich das 45 Meter hohe Riesenrad ab 2024 wieder drehen, 2022 soll das Eierhäuschen als Ausflugslokal wiederbelebt werden.

Als Voraussetzung für die künftige Nutzung wurde in der vergangenen Woche zunächst mit der Verlegung von Wasser-, Strom-, und Telefonleitungen begonnen. Sie werden für die Künstlerresidenzen mit eigenen Appartments benötigt, die Teil des neuen Nutzungskonzeptes sind.

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Verwildert: Ein Kinderkarrussel im Spreepark Quelle: Mario Wilpert / MAZ

Der „Kulturpark Plänterwald“ war der einzige Vergnügungspark der DDR. Er war 1969 zum 20. Geburtstag der Republik eröffnet worden und zog dann Millionen von Besuchern an. 2001 war der frühere Rummel geschlossen worden. Seitdem verfiel das Gelände mit den alten Attraktionen wie Riesenrad und Achterbahn. Angezogen wurden aber Fotografen, die illegal über Zäune kletterten.

Auch durch die spektakuläre Geschichte der Betreiber-Familie Witte, die sich mit Fahrgeschäften nach Südamerika abgesetzt hatte und dort in kriminelle Drogengeschäfte verwickelt wurde, erlangte der Park traurige Berühmtheit.

2014 kaufte der Berliner Liegenschaftsfonds den Spreepark zurück. Anfang 2016 übernahm dann die landeseigene Grün Berlin GmbH das 23 Hektar große Gelände an der Spree. Die Ideen für den künftigen Park sammelte die Grün Berlin per Bürgerbeteiligung.

Von MAZonline