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Berlin Sturmtief „Ignatz“ naht - Berlin und Brandenburg bereiten sich vor
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Sturmtief naht - Berlin und Brandenburg bereiten sich vor

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18:43 20.10.2021
Ein Windsack mahnt Autofahrer am 09.01.2015 auf der Autobahn A71 bei Geraberg (Thüringen) zu vorsichtiger Fahrweise. Auf den in diesem Abschnitt befindlichen Autobahnbrücken "Zahme Gera" und "Reichenbachtal" hat es bereits mehrfach Unfälle durch Sturm und Orkanböen gegeben. Foto: Michael Reichel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein Windsack mahnt Autofahrer am 09.01.2015 auf der Autobahn A71 bei Geraberg (Thüringen) zu vorsichtiger Fahrweise. Auf den in diesem Abschnitt befindlichen Autobahnbrücken "Zahme Gera" und "Reichenbachtal" hat es bereits mehrfach Unfälle durch Sturm und Orkanböen gegeben. Foto: Michael Reichel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: Michael Reichel/dpa
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Potsdam/Berlin

Ausflüge in den Park sollten die Menschen in Berlin und Brandenburg am Donnerstag und Freitag besser nicht unternehmen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte wegen des Sturmtiefs „Ignatz“ für diese Tage ausdrücklich vor herabstürzenden Ästen und empfahl, das Haus am besten nicht zu verlassen.

Bis zu 100 Kilometer pro Stunde könnten die Windgeschwindigkeiten in Berlin und Brandenburg nach den Angaben vom Mittwoch dann erreichen, in Gewitternähe sogar bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Der Wetterdienst erwartet laut Warnlagebericht für Berlin und Brandenburg teils schwere Sturmböen und Gewitter am Donnerstag, dabei können einzelne orkanartige Böen auftreten.

Lebensgefahr in Parks und Grünanlagen

Schon in der Nacht zum Donnerstag seien in der Nordwesthälfte Brandenburgs mit geringer Wahrscheinlichkeit starke Gewitter mit schweren Sturmböen um 90 Kilometer pro Stunde möglich.

„Für Menschen, die sich in Parks und Grünanlagen aufhalten, besteht Lebensgefahr“, teilte das Bezirksamt Berlin-Mitte mit. Viele Bäume seien aufgrund der langanhaltenden Trockenheit der vergangenen drei Jahre stark geschwächt. Äste könnten abbrechen, sogar ganze Bäume könnten umstürzen. Das Amt warnt darum dringend davor, am Donnerstag und Freitag öffentliche Grün- und Erholungsanlagen zu betreten.

Gegenstände im Außenbereich von Häusern sichern

Der Zoo und der Tierpark Berlin kündigten an, am Donnerstag nicht zu öffnen und die Tiere in Häusern und Stallungen unterbringen. Das Aquarium soll regulär öffnen. „Aus Erfahrung wissen wir, dass solche Unwetterwarnungen keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden sollten“, teilte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem mit. Sollte man von größeren Schäden verschont bleiben, würden Zoo und Tierpark ab dem Freitag wieder regulär öffnen.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin-Brandenburg sprach eine Warnung aus. Spaziergänger sollten besonders vorsichtig sein oder die Parks gar nicht erst besuchen. Die Stiftung schloss nicht aus, die Anlagen je nach Wetterlage zu sperren. Es gab Aufrufe an die Bürger, lose Gegenstände im Außenbereich von Häusern zu sichern.

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Wegen des vorhergesagten Herbststurms bleiben in Berlin etwa auch die Gärten der Welt, der Britzer Garten, der Natur-Park Schöneberger Südgelände und der Botanische Volkspark Blankenfelde-Pankow am Donnerstag zu. Auch der Betrieb der Seilbahn zwischen Kienbergpark und den Gärten der Welt wird eingestellt.

Von RND/dpa