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Berlin Umstrittene Demo vor Olympiastadion: Hertha-Fans fordern Rücktritt von Preetz
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Umstrittene Demo in Berlin: Hertha-Fans fordern Rücktritt von Preetz

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17:00 23.01.2021
23.01.2021, Berlin: Fußball: Bundesliga, Hertha BSC: Fußballfans demonstrieren vor dem Olympiastadion und fordern den Rücktritt von Hertha-Manager Preetz und der Club-Führung um Präsident Gegenbauer.
23.01.2021, Berlin: Fußball: Bundesliga, Hertha BSC: Fußballfans demonstrieren vor dem Olympiastadion und fordern den Rücktritt von Hertha-Manager Preetz und der Club-Führung um Präsident Gegenbauer. Quelle: Christophe Gateau/dpa
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Berlin

Bei einer Demonstration direkt vor dem Olympiastadion haben rund 250 Fans den Rücktritt von Hertha-Manager Michael Preetz und der Club-Führung um Präsident Werner Gegenbauer gefordert. Die Anhänger warfen wenige Stunden vor dem Bundesliga-Spiel der Berliner gegen Werder Bremen am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) besonders Preetz auf Plakaten und in Redebeiträgen jahrelanges Missmanagement vor. Die Polizei hatte die Aktion genehmigt und kontrollierte mit mehreren Einsatzkräften die Einhaltung der Corona-Vorschriften.

Preetz hatte am Donnerstag entspannt auf die Ankündigung der Veranstaltung reagiert. „Wer in der Verantwortung steht, muss sich auch Kritik stellen“, sagte der 53-Jährige. Zum Auftakt der Rückrunde liegt die Hertha trotz großer Investitionen in der Fußball-Bundesliga nur wenige Punkte vor der Abstiegszone. Preetz genießt in Teilen der Anhängerschaft allerdings auch weiter großen Rückhalt.

Die Demo wurde vom Veranstalter schneller beendet als gedacht. Die meisten Teilnehmer verließen den Olympischen Platz kurz vor 15.30 Uhr, der Anstoßzeit für weitere Bundesliga-Spiele.

Demo in Coronazeiten – Kritik in sozialen Medien

Auf Twitter wurde von Fans diskutiert, inwieweit eine derartige Demonstration in Coronazeiten notwendig sei. Bereits vor der Demonstration hieß es auf dem Account „Masochisten für Hertha“ zum Beispiel, dass eine derartige Demonstration in Pandemiezeiten ein „unnsolidarischer Akt“ sei.

Wie der RBB berichtete, habe sich ein Sportjournalist über Twitter außerdem über den Anmelder der Demonstration geäußert, dessen Profile in den sozialen Netzwerke offenbar eine Nähe zur Querdenker-Bewegung und unter anderem auch zur Partei NPD vermuten lassen.

 

Von MAZonline, dpa