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Berlin Zahl der Organspender in Brandenburg wieder rückläufig – Leichter Zuwachs in Berlin
Nachrichten Berlin Zahl der Organspender in Brandenburg wieder rückläufig – Leichter Zuwachs in Berlin
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09:33 13.01.2020
Ein Styropor-Behälter zum Transport von zur Transplantation vorgesehenen Organen wird am Eingang eines OP-Saales vorbeigetragen. Quelle: Soeren Stache/dpa
Potsdam

Die Zahl der Organspender in Brandenburg ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. 2019 spendeten nach vorläufigen Daten der Deutschen Stiftung Organtransplantation vom Montag 20 Menschen nach ihrem Tod eines oder mehrere Organe. Im Jahr zuvor waren es demnach noch 37 gewesen. Der aktuelle Wert liegt knapp über dem Tiefstand der vergangenen Jahre: 2017 waren schon einmal ähnlich wenige Organspender erfasst worden, 18 an der Zahl.

In Berlin ist die Zahl der Organspender nach Angaben der Stiftung im vergangenen Jahr leicht gestiegen. 2019 spendeten demnach 55 Menschen nach ihrem Tod eines oder mehrere Organe. Im Jahr 2018 wurden 48 Organspender gezählt. Der Tiefstand der vergangenen Jahre war 2017 mit nur 35 Spendern erreicht worden.

Bundesweit spricht die Stiftung von einem „nahezu unveränderten“ Niveau: 932 Spender wurden demnach 2019 gezählt (2018: 955). Jeder von ihnen habe im Durchschnitt mehr als drei schwerkranken Patienten eine neue Lebenschance geschenkt, hieß es.

Am 16. Januar soll der Bundestag über neue Regeln für Organspenden entscheiden. Dabei geht es um die sogenannte Widerspruchslösung. Ein fraktionsübergreifender Gesetzesentwurf von einer Gruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt die „doppelte Widerspruchslösung“ an. Ab dem 1. Oktober 2022 sollen demnach alle Bürger grundsätzlich als Spender gelten. Man soll dazu aber später Nein sagen können. Ansonsten wäre noch bei Angehörigen nachzufragen, ob ihnen ein Widerspruch bekannt ist.

Lesen Sie auch: Patientenverfügungen können Organspenden verhindern

Eine andere Abgeordnetengruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock schlägt vor, dass alle Bürger mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema Organspende angesprochen werden. Daneben hat die AfD einen Antrag eingebracht, der eine doppelte Widerspruchslösung ablehnt. Gemeinsames Ziel ist, zu mehr Organspenden in Deutschland zu kommen.

Von MAZonline/dpa

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