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Berlin Zwei mobile Polizeiwachen für den Görlitzer Park
Nachrichten Berlin Zwei mobile Polizeiwachen für den Görlitzer Park
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07:15 06.11.2019
Die Polizei bekommt den Drogenhandel im Görlitzer Park seit Jahren nicht in den Griff.
Berlin

Großer Unmut bei der Berliner Polizei: Offenbar auf Weisung von Innensenator Andreas Geisel (SPD) sollen im für den exzessiven Drogenhandel berüchtigten Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg ab sofort und für zwei Wochen – also bis 17. November – täglich zwei mobile Wachen errichtet werden. Sie sollen jeden Tag von 7 bis 16.30 Uhr geöffnet haben. Das berichtet der Berliner Tagesspiegel. Die Polizisten sind offenbar deshalb erbost, weil sie die Maßnahme für falsch und nicht zielführend halten. „An der Wirksamkeit bestehen ernsthafte fachliche Zweifel“, wird ein Polizist zitiert.

Durch die Wachen wären pro Woche zehn Polizisten fest gebunden, die nach Auffassung der Polizei anderweitig besser eingesetzt werden könnten. So dürften zum Beispiel die Beamten die Wachen nicht verlassen, um einem Tatvorwurf nachzugehen, da die Wache immer besetzt sein muss. Eine Streife indes sei viel schneller vor Ort und bräuchte eigentlich eine Hundertschaft im Rücken, die ihr im Ernstfall den nötigen Respekt verschaffe. Viele Drogenhändler lassen sich schon lange nicht mehr sonderlich in ihrem Tun von der Polizei beeindrucken. Die Gewerkschaft der Polizei ließ sich sogar mit den Worten „das ist reiner Irrsinn“ zitieren. Wenn es wirklich brenzlig sei im Park, nämlich mit Einbruch der Dunkelheit, wären die mobilen Wachen indes geschlossen.

Andreas Geisel verteidigte sein Vorgehen und sagte, es handle sich um die richtige Antwort auf den Drogenhandel und dessen Begleiterscheinungen wie etwa Beschaffungskriminalität und eine geringe Aufenthaltsqualität im Park. In Wahrheit, so die Polizisten, würden die Wachen eher als mobiles Bürgerbüro genutzt, auf dem sich Besucher über den Drogenhandel im Park beklagten.

Von MAZonline

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