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Nachrichten Die fünf Typen für den Titel
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16:31 11.01.2017

Die fünf Typen für den Titel

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Der Meistermacher: Trainer Dagur Sigurdsson (43) ist der Architekt, der mit EM-Gold und Olympia-Bronze den deutschen Handball zurück in die Weltspitze geführt hat. „Wir folgen ihm blind“, sagt Keeper Andreas Wolff. Und Frankreich ist Sigurdssons Abschiedstournee. Der Isländer übernimmt die japanische Nationalmannschaft. Ein Grund: Mit seiner Familie zieht es ihn zurück in die Heimat. Von Island aus managt er das Team Nippon, muss nur 120 Tage vor Ort sein. In Deutschland undenkbar. Teamgeist ist sein Credo. „Keiner ist größer als die Mannschaft“, sagt Sigurdsson. Er ließ sein Team in Island einen Vulkan besteigen oder nachts durchs Berliner Regierungsviertel joggen. Er schaut über den Tellerrand, holte sich einen Zehnkämpfer ins Team, arbeitetet als einer der Ersten mit Trainer-Software. Sigurdsson wirkt ob seiner Ruhe wie ein Eisblock, „kann aber auch explodieren wie ein Vulkan“, weiß DHB-Vize Bob Hanning. Sigurdsson, der in Island an mehreren Firmen beteiligt ist, ist akribisch. „Ich mag es, das Spiel zu lesen“, sagt er. Das können andere auch, aber der 43-Jährige kann es besonders gut vermitteln. Markenzeichen ist seine blaue Taktiktafel. „Ein rotes Tuch für meine Frau Ingibjörg, wenn ich sie mit ins Bett nehme und die halbe Nacht damit zubringe, die kleinen Magneten hin und her zu bewegen.“

Quelle: imago

Der Abwehrboss: Hinter dem 2,10-Meter-Hünen Finn Lemke (24) wird es dunkel. Er war eine der EM-Entdeckungen. Der Riese mit dem Babyface, der soziale Arbeit studiert und in normalen Geschäften keine Jeans findet, ist Abwehrchef. Der Noch-Magdeburger nennt sich „aggressive Leader“, reißt die anderen mit. Trotz seiner Größe schnell, zeigte im EM-Finale gegen Spanien das beste Spiel seiner Karriere.

Quelle: imago
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