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Nachrichten Tschernobyl: Die Katastrophe und die Touristen
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16:03 13.08.2019

Tschernobyl: Die Katastrophe und die Touristen

Die HBO-Serie "Chernobyl" erzählt die Reaktorkatastrophe mit vielen historischen Details nach. Die Serie beginnt in der Nacht des Unglücks 26. April 1986. Damals halten die Verantwortlichen die Katastrophe noch vor der Bevölkerung geheim. Erst Tage später wird darüber berichtet. Die Anwohner beobachteten die Wolke, die über Reaktorblock 4 aufsteigt und später bis nach Deutschland fliegt.

Quelle: Sky

Bei einer am 25. April 1986 durchgeführten Simulation eines Stromausfalls kommt es zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg des Kernreaktors, der am 26. April um 1.23 Uhr schließlich zur Explosion führt, der Reaktorkern schmilzt. Feuerwehrleute kämpfen ohne Schutz gegen Flammen - und sterben später qualvoll im Krankenhaus. Als Ursache für das Unglück werden später schwerwiegende Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften genannt. Auch die Bauart des graphitmoderierten Reaktors soll die Explosion begünstigt haben.

Quelle: dpa

In den Folgemonaten wird in Tag- und Nachtarbeit der Block mit einem Betonmantel umhüllt. Zahlreiche Mitarbeiter werden bei den Bergungsarbeiten einer tödlichen Strahlung ausgesetzt. Unter den Bergungsmannnschaften gibt es 7000 Tote. Nach Schätzungen wurden in Folge der Katastrophe rund 600.000 Menschen einer starken Strahlenbelastung ausgesetzt. 125.000 Helfer sind nach Informationen der WHO schwer erkrankt. Wegen der Gefährdung durch Radioaktivität mussten 375.000 Menschen umgesiedelt werden. Die Bevölkerung leidet noch heute an den Folgen des Unfalls.

Quelle: picture-alliance / dpa