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Digital Im Spiele-Test: “Ancestors: The Humankind Odyssey”
Nachrichten Digital Im Spiele-Test: “Ancestors: The Humankind Odyssey”
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13:03 28.08.2019
Die Entwicklung der Menschheit durchleben können Spieler des Online-Games "Ancestors: The Humankind Odyssey".
Hannover

Wie die Entwicklung aus der Nähe ausgesehen haben könnte, das ist die hochinteressante Frage hinter „Ancestors: The Humankind Odyssey“. Das Spiel wirft uns ganz an den Anfang zurück. Vor zehn Millionen Jahren muss sich ein Klan von Hominiden im Dschungel behaupten.

Gespielt wird nicht nur ein Urmensch, sondern die ganze Sippe. Über mehrere Zeitsprünge geht es darum, die Welt zu entdecken, neue Technologien zu entwickeln, und das Wissen weiterzugeben. Alles Neue ist den Hominiden zuerst unheimlich, sie müssen es aufnehmen und begreifen: das Wasser in jedem Fluss, die Beeren an jedem Strauch, sogar die Steine aus einem neuen Material. Die geistigen Fortschritte sind zahlreich, aber klein. Wer hätte gedacht, dass eine neue Hand frei wird, wenn ein Gegenstand von der einen in die andere bewegt wird! Die Urmenschen sind sehr soziale Wesen. Sie müssen einander zuschauen und imitieren, um zu lernen.

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Action-Adventure: Überleben im Dschungel

Der ständige Kampf um neues Wissen ist in der Praxis recht chaotisch. Gespielt wird der Überlebenskampf im Dschungel wie eine Art Action-Adventure. Die Bedürfnisse der Affen werden simuliert, sie müssen essen, schlafen, trinken, sie müssen einander helfen, und wenn der Klan nicht aussterben soll, dann müssen sie sich paaren. Das Spiel besitzt zwar Hinweise und Tutorials, sie lassen sich in Stufen zu- und abschalten, aber auch auf der vermeintlich leichtesten Stufe ist das Affenleben schwer. Gefahren lauern im Dschungel überall, und in einer Welt ohne Karte sind all die nützlichen Pflanzen und Werkmaterialien oft schwer zu finden.

Einige Schwierigkeiten liegen eher bei Kamera und Steuerung, als bei dem Szenario. Wichtige Befehle werden nur schlecht erklärt. Das Klettern im dichten Gestrüpp könnte übersichtlicher sein, schließlich stürzen sich Affen auch in der echten Welt nicht ständig in den Tod. Und die Idee, Hirnschmalz für die Sippe als eine Art Erfahrungspunkte zu sammeln, ist zwar gut, aber auch die Evolution wird nicht vernünftig eingeführt. Spieler stolpern eher in den Fortschritt, als ihn zu planen, und erst beim Spielen wird das System langsam klar.

Perfekt ist „Ancestors“ also nicht geworden. Aber das ist fast egal, denn es ist konkurrenzlos, und es bleibt interessant. Weniger der Spaß steht im Vordergrund, als vielmehr die Erfahrung, im Dickicht der Wildnis zu bestehen und sich zu entwickeln. Wer sich darauf einlässt, der erlebt ein Abenteuer.

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Im Spiel sorgt man für das Überleben des gesamten Affen-Klans.

Das sollten Eltern über „Ancestors: The Humankind Odyssey“ wissen

Die Freigabe ab 13 (vergeben nach dem ESRB-System der USA) wirkt etwas streng. Kinder, die Naturdokus schauen, und die auch vor brutalen Jagdszenen nicht zurückschrecken, können generell auch dieses Spiel spielen. Offen ist die Frage, ob sie das wollen. „Ancestors“ kann sich wie Arbeit anfühlen. Es gibt seinen Spielern kaum Handreichungen, wenig Erfolgsmeldungen, und der Tod ist ein ständiger Begleiter des Urmenschen-Klans. Am besten dürfte das Spiel sein, wenn Eltern es zusammen mit dem Nachwuchs ausprobieren – wenn Kinder sich für die Urzeit interessieren, bekommen sie hier wunderbar konkrete Einblicke in eine mögliche Vergangenheit.

Gesamtwertung: 4 von 5 Punkten

  • Genre: Action-Adventure/ Evolutions-Simulation
  • Erscheinungsdatum: 27. August 2019
  • Plattform: PC jetzt, PS4 und Xbox One im Dezember 2019
  • Preis: 40 Euro
  • Jugendfreigabe: 13 (USA)
  • Entwickler: Panache Digital Games
  • Publisher: Private Division

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Von Jan Bojaryn/RND

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