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Kultur Potsdamer Nikolaisaal eröffnet mit dreitägigem Fest
Nachrichten Kultur Potsdamer Nikolaisaal eröffnet mit dreitägigem Fest
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18:33 21.08.2019
Alexander Hollensteiner, Geschäftsführer der Kammerakademie, und Michael Dühn, Programmdirektor des Nikolaisaals, vor ihrer Wirkungsstätte. Quelle: Karim Saab
Potsdam

An diesem Wochenende beginnt das Herz des Nikolaisaals nach der Sommerpause wieder zu schlagen. Den Veranstaltungsreigen 2019/20 hat erstmals der neue Programmdirektor Michael Dühn gemeinsam mit Geschäftsführerin Heike Bohmann konzipiert. Für Alexander Hollensteiner, Chef der Kammerakademie Potsdam (KAP), hieß es dagegen schon zum fünften Mal, für das Hausorchester des Nikolaisaals eine Spielzeit durchzuplanen. Die beiden redefreudigen Männer sitzen im Innenhof und freuen sich, dass sie gemeinsam an einem Strang ziehen.

„Bei unserem ersten Konzert am Freitag, 19.30 Uhr, steht das mitreißende Thema ,Rhythmus‘ im Vordergrund“, wirbt Hollensteiner für die Eröffnung der KAP. Starsolist ist der erst 25-jährige Schlagwerker Simone Rubino, der wie der 48-jährige Chefdirigent Antonello Manacorda aus Turin stammt und in Deutschland lebt. Rubino gewann 2014 neben dem ARD-Musikwettbewerb auch den Publikumspreis. Unter dem Motto „Fiesta“ (Party) wird der junge Italiener zwischen feurigen spanischen und ungarischen Tänzen von Manuel de Falla und Zoltàn Kodály ein furioses 25-minütiges Stück von Avner Dorman aufführen. Der israelische Komponist lässt in „Eternal Rhythm“ – uraufgeführt im letzten Jahr in der Hamburger Elbphilharmonie – Instrumente wie Vibrafon, Marimbafon, Glockenspiel und Zimbel zum Einsatz kommen.

„Nach dem Konzert gehen wir dann raus an den Stadtkanal und werden dort in kleineren Gruppen weitermusizieren“, verspricht Hollensteiner. Er verstehe das als Plädoyer für das Flanieren, das für ihn eine Lebensqualität darstelle, zu der dieser Teil der barocken Innenstadt bisher noch nicht einlade. „Das Wetter verspricht heiß zu werden, wir freuen uns also auf lauschige Sommerabende.“

Michael Dühn versichert, dass die beiden Bands, die er für das Straßenfest am Samstag ab 20 Uhr bei freiem Eintritt in der Wilhelm-Staat-Straße engagiert hat, tanzbare Musik zwischen Gypsy-Swing und Balkanbeat bieten. „Der Nikolaisaal will sich räumlich in die Stadt öffnen. Wir wollen uns in der Stadt vernetzen und freuen uns über die neuen Kooperationen mit dem Potsdam Museum, der Urania und dem Filmmuseum“, betont er.

Der Samstag startet schon 19.30 Uhr im Nikolaisaal mit dem Filmorchester. „Unabhängig voneinander ist dem Intendanten Klaus-Peter Beyer und mir eine Idee gekommen. Unter dem Titel ,Soundtrack des Lebens’ werden wir in Gesprächskonzerten Prominente vorstellen“, erklärt Dühn. Zum Auftakt wird Moderator Max Moor die Autorin Marion Brasch und den Politiker Matthias Platzeck vorstellen. Es wird darum gehen, welche Filme sie im Laufe ihres Lebens geprägt haben. Und Dühn lässt schon einmal durchblicken, dass das Orchester die Titelmelodie aus „Solo Sunny“ intonieren wird und „Geh zu ihr“ von den Puhdys aus „Die Legende von Paul und Paula“.

Der Sonntag steht dann ab 14.30 Uhr ganz im Zeichen eines Familien-Mitmach-Programms. Durch den Nachmittag führt Moderator Malte Arkona. „Wir haben uns viel vorgenommen, die Programmteile bauen aufeinander auf“, erklären die beiden Veranstalter und empfehlen pünktliches Erscheinen. Am Anfang soll mitgesungen und mitgeklatscht werden. Gemeinsam mit der Städtischen Musikschule und der Singakademie Potsdam werden dann Kurse in Body Percussion und ein Instrumentenkarussell angeboten. Auch können Instrumente selbst gebaut werden. Das große Finale endet 17 Uhr.

Von Karim Saab

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