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Kultur Antrag abgelehnt – Keine Halle für Frei.Wild-Konzert in Flensburg
Nachrichten Kultur Antrag abgelehnt – Keine Halle für Frei.Wild-Konzert in Flensburg
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21:22 01.04.2019
Das Konzert der umstrittenen Südtiroler Band „Frei.Wild“ wird nicht in der Flens-Arena in Flensburg stattfinden. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Flensburg

Das Konzert der umstrittenen Südtiroler Band Frei.Wild wird nicht in der Flens-Arena in Flensburg stattfinden. Das Landgericht Flensburg hat am Montag den Antrag eines Konzertveranstalters auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurückgewiesen, der im Wesentlichen darauf abzielte, die Halle am 20. April für das Konzert zur Verfügung zu stellen. Vertreter von Kläger und Beklagtem waren – wie bei Zivilverfahren üblich – nicht zur Urteilsverkündung erschienen. Was nun mit bereits verkauften Tickets geschieht und ob das Konzert gegebenenfalls verlegt wird, war daher zunächst unklar. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

Nach Auffassung der Zweiten Zivilkammer hat der Kläger keinen Anspruch auf Überlassung der Halle, da zwischen den Parteien kein Mietvertrag zustande gekommen sei. Zwar müsse ein Mietvertrag um wirksam zu sein, nicht zwingend verschriftlicht werden, heißt es in dem Urteil. Beide seien davon ausgegangen, dass ein rechtsverbindlicher Vertragsschluss erst mit schriftlicher Fixierung des Vertragstextes habe stattfinden sollen. Zu einer solchen Einigung sei es jedoch nicht mehr gekommen.

Vertragsschluss nicht zustande gekommen

Ein Vertragsschluss sei auch nicht durch Schweigen zustande gekommen. Denn der Geschäftsführer des Hallenbetreibers hat nach Angaben des Gerichts nicht geschwiegen, als ihm ein Vertragsangebot zugesandt wurde, sondern Sicherheitsbedenken mitgeteilt und ein kurzfristiges Telefonat erbeten. Auf Grund der Sicherheitsbedenken sei unklar gewesen, ob die Veranstaltung überhaupt habe stattfinden können.

Gegen das Frei.Wild-Konzert regt sich viel Widerstand in Flensburg. Der Deutschrock-Gruppe wird von Kritikern eine Nähe zur rechten Szene vorgeworfen, was die Band bestreitet. Die Online-Petition „Kein Hafen für Nationalismus“ sammelte 1200 Unterschriften – unter anderem weil das Konzert „ausgerechnet an dem 130. Geburtstag Hitlers in Flensburg stattfinden soll“, wie es in der Petition steht. Auch die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) hatte sich für eine Absage stark gemacht.

Von RND/dpa/goe

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