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Kultur Van-Gogh-Ausstellung im Museum Barberini eröffnet
Nachrichten Kultur Van-Gogh-Ausstellung im Museum Barberini eröffnet
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22:02 25.10.2019
Kulturbeigeordnete Noosha Aubel, Museumschefin Ortrud Westheider und Kulturministerin Martina Münch (v.l.) bei der Eröffnung der Van-Gogh-Ausstellung. In Hintergrund rechts: Friede Springer. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Begeisterung war schon von weitem zu sehen. Eine lange Besucherschlange zog sich am Freitagabend auf dem Alten Markt über den Bürgersteig vor dem Museum Barberini. Es war der Auftakt für die neueste Schau des Hauses: die Stillleben von Vincent van Gogh.

Rund 1000 Gäste waren eingeladen. Gekommen sind freilich nicht alle. Aber es waren viele. Sehr viele. Drinnen in den drei Ausstellungsräumen drängten sich die Besucher um die Bilder und diskutierten lebhaft über Farbgebung, Komposition und überhaupt: über die Kraft, die in den Bildern dieses Wegbereiters der Moderne steckt.

27 Stillleben erzählen van Goghs künstlerische Entwicklung

Dem Museum Barberini ist in diesen Tagen ein Coup gelungen. So sieht es zumindest der Botschafter des Königreiches der Niederlande, Webke Kingma. Ausgerechnet eine Schau mit Stillleben von van Gogh zu machen, darauf müsse man erstmal kommen, fand er in seinem recht launigen Grußwort. Warum das noch keiner vorher gemacht habe? Das könne er auch nicht sagen.

Die Stillleben von Vincent van Gogh habe die Gäste der Ausstellungseröffnung schwer begeistert. Vor den 27 gezeigten Gemälden gab es dichtes Gedränge. Ein paar Impressionen vom Freitagabend im Museum Barberini

Das Barberini jedenfalls hat es gemacht. 27 Stillleben sind dort bis zum 2. Februar zu sehen. Ein Großteil sind Leihgaben aus dem Kröller-Müller Museum im niederländische Otterlo und dem Van-Gogh-Museum in Amsterdam.

Der Bilderreigen erstreckt sich von den Anfängen 1881, als van Gogh begann, in erdigen, dunklen Farbtönen in der Tradition der alten Meister zu malen, bis zu seinen letzten Bildern 1890 kurz vor seinem tragischen Tod, als er längst mit riskanten dynamischen Pinselstrichen Gemälde in leuchtenden Farben schuf.

„Wir liefern die Erzählung über das Ringen eines Malers um Farbe und Ausdruck“, sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider. Und das ist dem Museum in der Tat gelungen. Anhand der Stillleben, an denen sich die künstlerische Entwicklung van Goghs Schritt für Schritt nachvollziehen lässt.

„Atemberaubend schön“

Die ersten Gäste der Ausstellung hat das Konzept ganz offensichtlich überzeugt. „Das ist atemberaubend schön“, jubelte etwa die Gründungsbeauftragte der Stiftung des Künstlerhauses Schloss Wiepersdorf, Annette Rupp, als sie vor den ersten Bildern stand.

Auch die Geschäftsführerin der Landesgesellschaft „Kulturland Brandenburg“, Brigitte Faber-Schmidt, fand die Stillleben-Auswahl „einfach klasse“. Und selbst der Chef der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Tilmann Stenger, gestand ein, obwohl er mehr auf zeitgenössische Kunst stehe, sei das doch „ziemlich faszinierend“.

Van Gogh – immer einen Besuch wert

Van Gogh ist freilich ein Künstler, mit dem man immer Besucher anlocken kann. „Klar, er ist immer ein Magnet, aber es lohnt sich auch immer, sich tiefergehend mit ihm zu beschäftigen“, schwärmte Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD).

Das geht offenbar selbst Künstlern nach wie vor so. „Van Gogh ist immer einen Besuch wert“, sagte die Malerin Gudrun Brüne. Die in Strodehne (Havelland) lebende Witwe von Bernhard Heisig freute sich vor allem über die frühen Van Goghs. Die habe sie bislang noch nicht gesehen.

Van Gogh. Stillleben. Museum Barberini, täglich, außer Di, 10-19 Uhr, bis 2. Februar.

Von Mathias Richter

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